Danke Sammy

Am Tag seines Abschiedsspiels im Baba Yara Stadium in Kumasi wollten wir kurz DANKE sagen. DANKE SAMMY…

Danke für Deinen Einsatz mit Herz für den FC Bayern!
Danke für Deine unvergleichliche Art!
Danke für den charmant vorgetragenen Wunsch nach ROT-WEISSEN Trikots!
Danke für 6 Meistertitel und 4 Pokalsiege!
Danke für zehn Jahre FC Bayern von der A-Jugend bis zum Weltpokalsieger!
Danke für das unvergessliche Bundesligaspiel im Frankfurter Waldstadion 1999/00 (Für die ganz Jungen: Hier klicken).
Danke für die magische Nacht von Mailand am 23. Mai 2001!
Danke für den vielleicht besten Abend in unserem bisherigen Fanleben beim Weltpokalsieg in Tokio am 27. November 2001!
Und natürlich auch Danke für die legendäre Mottofahrt nach Wolfsburg!

DANKE SAMMY!

Es ist unglaublich…

Einzig Fans haben keine Lobby, aufgrund der irgendwer Probleme mit deren Erfassung in irgendwelchen bundesweiten Dateien hätte! Du fährst mit Deiner Szene auswärts, kommst in irgendeinen von x Bullenkesseln, Deine Personalien werden aufgenommen – und schon landest Du in der Verbunddatei „Gewalttäter Sport“. Danach wer so alles (mit) kriminalisiert wird, fragt kein Mensch! Dann willst Du privat ins Ausland fliegen, Deine Freundin besuchen, und sie halten Dich am Flughafen auf und stellen Dich auf den Kopf. Da äußert keiner Bedenken! Und da geht’s um Fußballfans – hier um Nazis…

10 Jahre „unten stehen“


Heute vor 10 Jahren versammelte sich erstmals ein kleines Häufchen im unteren Bereich der Südkurve, welches sich das langfristige Ziel gesetzt hatte im Olympiastadion einen Tifo orientiert am italienischen Vorbild zu etablieren.
Die Idee sich unten in der Kurve zu sammeln, entstand aus einer Internet-Diskussion zum Thema Stimmung in einem Forum, in dem sonst mehr querfeldein gehetzt und gepöbelt wurde, als das etwas Konstruktives zustande kam. Einen Beitrag zur Diskussion, die damals dem Projekt T-Block vorausging, gibt es hier nochmal zum Nachlesen. Angesichts seiner Detailliertheit dürfte er aus heutiger Perspektive vielleicht auch manchem ein kleines Schmunzeln aufs Gesicht zaubern.

DISKUSSIONSAUFRUF
-
die Organisation der Supportwilligen in der Südkurve betreffend

Diese neue Ausgabe von „Krieg und Frieden“ ist nur für Bayernfans interessant, für die meisten anderen ist es nicht lesenswert und sie werden sich langweilen. Wir haben Euch gewarnt: Gebt uns nicht die Schuld für Euere verschwendete Zeit!

Bevor Ihr weiterlest, bitten wir Euch noch einmal auf unserer Homepage alles zum Thema Ultradurchzulesen und es Euch durch den Kopf gehen zu lassen. Wie Ihr dazu steht ist ja dann Euere Sache – nur macht Euch bitte Gedanken! Beachtet noch, daß es sich bei den diversen
Ausführungen um Erklärungen des Ideals und vor allem des Originals handelt, die für unsere Verhältnisse sicher mittelfristig(vielleicht auch für immer) unerreichbar bleiben. Nur wenn man über etwas diskutiert, sollte man auch über das diskutieren, was es wirklich ist, und nicht schlechte oder peinliche Beispiele dazu benutzen, etwas kaputtzureden! Benutzt den Begriff „Ultra“ bitte wieder ehrenvoll oder zumindest neutral und schmeißt dumme Vorurteile über Bord – außer natürlich Ihr seid wirklich gegen Ultras, sprich auch gegen die in den anderen Ländern, bzw. vom Grundsatz her gegen diese Bewegung, denn dann ist es wenigstens eine ernstzunehmende
Meinung! Danke.

In den letzten Wochen kam es noch auf unserer alten Homepage zu diversen heftigen und im Ansatz auch produktiven Diskussionen, die sich um Förderung der Stimmung in der Kurve bzw. das Zusammenschweißen eines Supporthaufens und dessen Aufenthaltsort drehten. Man kann wohl mit Recht behaupten, das sich damals überraschend viele interessiert zeigten, was ja zunächst mal, unabhängig von der Meinung die jemand vertritt, erfreulich ist. Daß ein so großes Interesse besteht, zeigt in jedem Fall, das die jetzige Situation schlecht ist und viele mit ihr nicht zufriedensind, denn sonst bestünde ja kein Anlaß zu Diskussionen. Das die Diskutierenden eigentlich ein weites Spektrum repräsentierten, sprich nicht alle aus der genau gleichen Ecke kamen war ebenfalls positiv.

Das Niveau dieser Diskussion verflachte allerdings häufig und bald war man nur noch auf die primitive Frage „Alle nach unten“ oder „Alle nach oben“ reduziert. Eine reine Reduzierung auf den Standort hilft allerdings niemandem weiter, denn unvorbereitet in ein Abenteuer „unten“ zu gehen, wäre wohl zwangsläufig mit einem erneuten Scheitern verbunden. Mit der gleichen Art und Einstellung wie oben einfach nur nach unten, nach links oder nach rechts oder wo auch immer hinzugehen bringt gar nichts!

Was eine mögliche solche Vorbereitung betrifft, dazu soll unser folgender Vorschlag dienen. Es ist unser Vorschlag, es ist ein(!) möglicher Vorschlag, und wir erheben keinen Anspruch darauf(wie sollten wir auch?), daß dieser exakt so umgesetzt wird bzw. überhaupt in der Form umsetzbar ist. Da wir ja weit davon entfernt sind perfekt zu sein, sind wir für sinnvolle Verbesserungsvorschläge sehr dankbar. Auch ein grundsätzlich anderer Ansatz ist denkbar, er wird dann zwar höchst wahrscheinlich nicht unsere Zustimmung finden, aber auch wir können ja nicht davon ausgehen, daß gerade ein Vorschlag, der von uns kommt, nur das Ja und Amen der Leute findet. Wir denken aber, das es erstens schon ein Vorschlag mit Substanz ist und er zweitens zumindest in etwa, doch für eine größere Masse an Leuten, vor allem der Jüngeren, spricht!

Bevor der eigentlich Vorschlag folgt, gilt es vielleicht noch einige Kleinigkeiten zu erklären:

SUPPORTSTIL:
Grob und vereinfacht gesagt gibt es zwei grundsätzliche Anfeuerungsstile: Der momentan meistens praktizierte ist ins Extrem getrieben, eigentlich der Stil der Anfeuerung an einem Jugendplatz. Es handelt sich im Grunde genommen um Anweisungen, wie „Kämpfen!“, „Lauf!“, „Flank doch!“, „Gib ab!“, „Der nächste geht schon!“, „Auf geht’s Jungs!“ – um ungestümes, wildes Reinrufen, auch der primitive Ruf des Vereins- oder Stadtnamens gehört eigentlich dazu. Man will durch sein Schreien direkten Einfluß auf einen oder mehrere Spieler in einer ganz bestimmten Situation ausüben. Abgesehen davon, daß schon Jugendspieler von ihrem Trainer gesagt bekommen, nicht auf Zurufe von außen, sondern wenn dann auf ihn zu hören, ist doch sehr fraglich, ob ein Fußballprofi, zumal einer beim FCB, so etwas wahrnimmt bzw. dies einen wie auch immer gearteten Effekt auf ihn ausübt. Warum macht man sich also diese Mühe: Meistens ist es
wohl der simple Ausbruch der Emotionen, ansonsten eher Illusion oder irgendeine Form der Hoffnung.

Bei dem anderen Stil der Anfeuerung, muß natürlich gesagt werden, daß er an einem Ort wie einem Jugendplatz weder praktikabel noch angebracht wäre. Hier geht man nicht mehr nur vom Sport an sich oder dem Fußball aus, hier braucht es ein soziales Phänomen als Grundlage, aufgrund dessen der Sport quasi zu einem religiösen Ereignis heraufbeschworen wird. Ähnlich wie in einer Gemeinde, dort tritt das gefeierte Ereignis ja nicht mal sichtbar zutage, treffen sich die Anhänger gleichen Glaubens und zelebrieren und manifestieren z.B. mit Chorälen ihre Gemeinschaft und ihren Glauben. Gleiches gilt im Endeffekt auch für Fans – Spieltag ist Gottesdienst. Dem Gott wird auf jeden Fall gehuldigt, das der Verlauf des Ereignisses natürlich ebenfalls Einfluß nimmt ist unbestritten. Diese Form der Huldigung findet man auf den Tribünen des Südens. Die Gemeinde feiert ihre eigene Messe. Man sieht mystisch anmutende Nebelschwaden, teilweise das Leuchten bengalischen Feuers, darin oder dahinter ein Fahnenmeer, eine wogende Masse entfesselter und enthemmter Menschen, Leute in Ekstase, und zwar nicht in gespielter, sondern in wirklicher. Dazu kommen die unglaublichen, teilweise monotonen und langen Choräle die diese Gemeinde wie in religiösem Wahn, entschlossen und sangesfroh vor sich hinschmettert. Es hat wenig mit einer direkten Beeinflussung eines Spielers zu tun, man steigert sich, auch durch die Monotonie und verschiedene „Ohrwürmer“, in einen Dauersupport hinein, von dem man wie von einer Droge nicht genug bekommen kann. Die grundsätzliche Bereitschaft anzufeuern ist nun schon mal fast über die komplette Spielzeit gegeben. Natürlich kann man dazwischen auch schon mal direkte Anfeuerung einfließen lassen, warum nicht? Außerdem reicht alleine schon die oft praktizierte Änderung der Lautstärke, etwa bei einem Eckball oder einer Drangperiode, aus um einen riesigen Selbstvertrauens – und Entschlossenheitsschub zu vermitteln! Die Beeinflussung der Sportler findet aber auch noch anders statt, sofern diese sie überhaupt an sich heranlassen wollen, und zwar auf einem „Umweg“. Der Spieler nimmt wahr, Teil diese Phänomens zu sein, psychologisch betrachtet er sich vielleicht sogar als den Auslöser dieser Massenhysterie, im ganz extremen Fall muß er sich vorkommen wie Gott, der persönlich in einen vollbesetzten Dom einlaufen würde. Er weiß, daß wenn er etwas entscheidendes macht oder gar in einem wichtigen Spiel das entscheidende Tor schießt, er die Macht hat dort auf den Tribünen beginnend, die Welt untergehen zu lassen, eine riesige Flutwelle an Emotionen auszulösen, die alles mitreißt und einen völlig verrückt macht! Einen
Abzockerprofi erreicht man eh nicht, für einen Spieler, der sentimental genug ist diese Gefühle aufzunehmen, entsteht aber eine ungeheuere Motivation, alles zu tun, daß auch er diesen Kick erlebt und er hat zudem die Gewißheit, daß da draußen etwas mächtiges und zugleich auch vertrautes ist, was bereit ist ihm und seiner Mannschaft in die Hölle zu folgen, wenn es sein muß. Die geschilderten Beispiele, sind natürlich ins völlige extrem gesteigert, aber es ging ja nur darum die Grundsätze aufzuzeigen und klarzumachen, daß es im Prinzip schwachsinnig ist, über bestimmte Supports zu sagen, des is ja nur „Lala und Allez, was soll das eigentlich?“. Das so etwas wie im zweiten Ansatz beschrieben, wahrscheinlich in Deutschland und mit Sicherheit im Oly und mit unserem Potential an Leuten völlig unmöglich ist, braucht bitte keiner erwähnen. Unser Wunsch wäre es selbstverständlich die Anfeuerung mehr in Richtung Dauersupport und gemeinsame Feier hin auszurichten, bzw. sich ins Anfeuern regelrecht hineinzusteigern, wobei dann natürlich auch alle alten Anfeuerungen und Lieder miteinfließen sollten! Manche Lieder werden erst richtig geil, wenn man schon länger als eine Minute oder so singt und der Ohrwurm richtig im Hirn angekommen ist. Die Emotionalisierung dadurch ist beachtlich – man reagiert auch auf Aktionen im Spiel gleich ganz anders, Monaco ist da sicher ein gutes Beispiel! Anfeuerung und Gesang sind doch kein Mittel zum Zweck, kein Opfer, das einem abverlangt wird, nicht etwas, das man eigentlich gar nicht freiwillig will, sich aber aus irgendeinem Grund dazu verpflichtet fühlt. Wenn es Spaß macht, und die Leute auch richtig singen und abgehen wollen, ist es der Sache doch nur dienlich!

RIVALITÄT & VERGLEICH UNTER FANS
Warum machen die aktiven Fans sichtbare Aktionen? Klar teilweise als Ehrerbietung an den eigenen Verein, teilweise als Geschenk an bestimmte Spieler oder andere Personen, die sich um den Verein verdient gemacht haben. Aber genauso auch um den Gegner lächerlich zu machen, zu provozieren oder um sich selbst als Gemeinschaft positiv darzustellen. Natürlich interessiert dieMehrheit der aktiven Fans auch der Vergleich mit eben solchen Fans von anderen Vereinen, man will besser sein, keine Frage. Das ist nichts schlimmes, sondern liegt im Gegensatz dazu sogar in der menschlichen(männlichen?) Natur verankert. Daß es gerade bei Jugendlichen verstärkt auftritt, braucht man wohl nicht zu erwähnen. Ein Mensch der sich nicht vergleicht oder in Konkurrenz zu anderen steht, ist entweder ein Eremit, a bisserl sonderbar, oder er leugnet es einfach nur! Trotzdem kann man natürlich der Auffassung sein: „Mein Ansehen bei anderen interessiert mich nicht, der Vergleich mit ihnen schon gleich gar nicht!“. Das ist zwar sonderbar, aber man muß es akzeptieren und auch tolerieren. Umgekehrt findet allerdings oft eine üble Verunglimpfung statt. Wir möchten jemanden der so empfindet doch herzlich bitten, zu akzeptieren, daß manche Personen noch mehr interessiert als ihn, aber das was ihn interessiert diese genausoviel. Die ständige Unterstellung bestimmte Leute würde nur dieser Vergleich interessieren und sonst nix, ist erstens dumm und zweitens unverschämt! Es handelt sich einfach nur um ein MEHRinteresse! Eigentlich ganz einfach, oder? Nur weil man etwas selber nicht nachvollziehen kann, anderen sozusagen unmittelbar eine „bösartige“ Motivation zu unterstellen ist jedenfalls nicht hinnehmbar. Genau sowenig wie die Unterstellung, Leute, denen der Dauersupport extremen Spaß macht, würden die nötige, dem Fußball angemessene Ernsthaftigkeit vermissen lassen.

SELBSTDARSTELLUNG
Bei jedem Vorschlag nach unten zu gehen hört man wieder das selbe abwertende „Aha – zwecks der Selbstdarstellerei!“. Dies kann man ja auch zugeben: Natürlich auch gerade wegen der Selbstdarstellung! Nur ob diese dann positiv oder abwertend zu bewerten ist, muß doch
differenziert betrachtet werden. Wenn ein engagierter Haufen sich, durchaus auch gruppenübergreifend, als Gemeinschaft, als harter Kern des Vereins, nach außen hin sichtbar positiv darstellen will, und dadurch auch der Kurve, oder zumindest einem zentralen Teil davon, ein
schöneres Bild verleiht, ist das doch nix negatives, sondern absolut das Gegenteil! Eine gute Kurve oder ein guter Haufen, MUSS auch eine Show abziehen! Ein einzelner, oder eine kleine Gruppe, die sozusagen von sich gibt: „Hey wir sinds! Verpisst Euch! Wir schaffen an was gemacht wird!“ und sich dazu noch lächerlich aufführt nur um von allen wahrgenommen zu werden, das ist negativ! Nur will das von UNS sicher niemand!

Ganz nebenbei bemerkt noch: Unser Wunschtraum wäre es ja, das (fast) alle so wären, und nein, wir unterstellen nicht, das dann alle MMs sein müssten oder wir diese Masse anführen wollten, ganz im Gegenteil. Vielen von uns wäre wohl nix lieber als wenn es einen funktionierenden 1000 Mann Ultramob gäbe, in dem man vielleicht nichts zu sagen hätte, sondern einfach nur mitabgehen würde und man auch betreffs des eigenen Namens(MM) weniger wahrgenommen würde. Das Problem ist eigentlich eher, das es diesen nicht gibt – teilweise fallen wir ja nur auf, weil sonst gar nix geht! Wir reißen uns auch nicht darum solche Aufrufe zu machen, damit wir schön im Mittelpunkt stehen, denn eigentlich hätten wir besseres zu tun – nur geht uns halt zu viel auf die Nerven und irgendwas muß ja passieren! Wenn aber alle so wären – wo wäre dann bitte unsere eigene Selbstdarstellung? Na, den Haken kapiert? Eure Logik beißt sich in dem Punkt!

VORSCHLAG
-
zur Schaffung eines Ultra – Supporters – Blocks im Bereich der unteren 10 (–15) Reihen des MITTLEREN Südkurvenblocks
Aussehen könnte das ganze dann, rein hypothetisch(mit einer unbestimmten Zahl an anheizen und einer garantierten Zahl von 4, 5 Trommlern; das folgende klingt jetzt alles sehr straff, in der Realität würde sich der kreative Freiraum dann schon ergeben, nur kann man so was schlecht aufschreiben/-zeichnen!), etwa so:

Vielen Dank für Eueren Applaus und das Lachen – na ja, es gibt wohl bessere Zeichner… *g* Der MITTLERE Block bietet sich vor allem wegen zwei Dingen an. Erstens ist dort genügend Platz für die Installation eines solchen Blocks. Es können also auch noch spät Leute die vor der Kurve labern dazustoßen. Zweitens ergibt sich bei der Draufsicht auf die SK von vorne ein symmetrisches Bild. Es ist das Herz der Kurve.

- in Reihe 1 selbst und dem davor liegenden Freiraum, sollte eigentlich außer vielleicht Leuten mit Drogenparas, die wie geistesgestört irgendwelche Fahnen schwingen, niemand stehen, da man durch unseren beschissenen Zaun und die Distanz zum Spielfeld überhaupt
gar nix mehr sieht. Das ist ja erstens nicht Sinn der Sache und macht zweitens auch keinen guten Eindruck auf potentielle Sympathisanten. Zudem steht dann alles dichtgedrängt auf einem wirren Haufen und es kommt eher nur zu dem altbekannten „Möchtegern – Spaß – Pogen“, bei dem komischerweise im Gegensatz zu früheren Pogos nicht mehr psychopathisch weiter geschrien wird, sondern die Leute das Maul halten und somit der Pogo den Support zerstört, was nicht passieren sollte. Man kann ab und zu mal pogen, kein Thema, nur sollte man dann auch das Maul aufbekommen und den Refrain des Liedes weiterbrüllen!

- Reihe 2 sollte man für etwaige Vorsänger(2,3,4) frei lassen. Diese sind in der Skizze gelb mit Kreuz markiert. Momentan gibt es solche nicht und es scheint auch unklar, wer so etwas machen sollte. Vielleicht kristallisieren sich aber bei einem gelingen des Versuchs im Laufe der Zeit doch Personen heraus, egal woher sie kommen und was sie jetzt im Moment machen. Vielleicht machen manche Leute das auch mal nur kurz im Eifer des Gefechts, vielleicht steht dort auch niemand, egal. Wenn welche dort stehen sollten sie halt erhöht auf den Sitzen stehen, zwecks der Akkustik. Mittelfristig sollte man auch auf eine Wiedererteilung der Erlaubnis für 2 Megaphone hinarbeiten.

- In Reihe 3 sollten 4 – 5 Trommler stehen(sie sind ebenfalls gelb mit Kreuz gekennzeichnet), deren Trommeln an den Stangen installiert sind(in der Skizze befinden sich diese in Reihe 4, kleiner Fehler, also sich bitte alles ab da eine Reihe weiter vorne
vorstellen). Die Trommler sollten aber nicht wie die Kuttentrommler früher einfach nur mittrommeln, noch dazu falsch, sondern ganz genau auf die jeweiligen Lieder abgestimmt den Takt unterstützen bzw. vorgeben, damit z.B. das Klatschen koordiniert wird, die Lieder
mehr Rhythmus bekommen und wieder angeheizt werden, sprich länger dauern.

- In der gleichen Reihe zwischen den Trommlern sollen alle stehen, die meinen Lieder anstimmen zu müssen oder zu wollen, die die Leute auch mitsingen. Wo diese Leute herkommen ist relativ egal! Es können auch bei jedem Spiel andere dazukommen, solang es keine Unzahl wird, aber die Pappenheimer kennt man ja eigentlich. Wer anstimmen mag muß in die Trommlerreihe! Dort steht man in direkter Kommunikation mit den Trommlern, die Lieder können also viel koordinierter angestimmt werden, auch von mehreren
zusammen, indem man sich unmittelbar abspricht. Natürlich kann dort auch jemand, einem der immer anstimmt, oder allen zusammen, ein nächstes Lied vorschlagen. Das hört sich jetzt vielleicht für den einen oder anderen kompliziert an, war aber z.B. in Köln faktisch
schon so und ist es auch öfter mal. Das wilde Anstimmen von irgendwo aus sollte aufhören, es kann nicht sein, das 5 Sachen gleichzeitig angestimmt werden und sich dann das lauteste durchsetzt. Die Leute sollen in Reihe 3 vorklettern, dann können sie anstimmen oder Vorschläge machen. Ebenfalls nicht mehr vorkommen darf die Unsitte in laufende Lieder hineinzusupporten und diese damit zu beenden. Ein Lied singen alle mit, es hört auf, und alle singen das nächste. So muß es sein! Anders bekämpft man sich ja gegenseitig, das ist simple Verschwendung der Kräfte! Man verschenkt ohne Not Potential – das hat kein Niveau! Aus den Leuten dieser Reihe entwickeln sich vielleicht irgendwann einmal mehrere Vorsänger für Reihe 2, von denen dann vielleicht jeder 20, 30 Minuten rackert, wenn nicht – ist es eigentlich auch nicht schlimm!

- In den Reihen weiter oben(wird sich wohl in der Größe verändern!) sollten dann die restlichen Leute stehen, von denen möglichst viele(vielleicht jeder 6., 7., 8.) irgendeine Form von Fahne oder ähnlichem(sei es Schwenkfähnchen oder Doppelhalter) in Händen
halten sollten. Diese Materialien sollten zusammen mit den herkömmlichen, wie Schals etc., nicht nur wie momentan üblich, zu Beginn und zum Ende irgendwelcher Halbzeiten eingesetzt werden, sondern auch dauernd während des Spiels – manche, wie die Fähnchen,
immer – andere bei bestimmten Liedern oder bestimmten Refrains. Material schafft gleich eine viel beschwingtere Atmosphäre bei allen! Es sollten auch nicht ewig viele Leute in eine Reihe drängen, grade am Anfang, wo es nicht so viele sind, sondern man sollte sich bewußt
verteilen, ist zum einen angenehmer und schaut zum anderen besser aus, natürlich ohne das dazwischen andere Leute stehen! Grundsätzlich sollte dort jeder, der Bock auf Dauersingen und Ausleben hat mitmachen können, es sollte egal sein ob er Kapuzenpulli,
Kutte oder Troublemakerklamotten trägt, auf seine Stimmung und Einstellung kommt es an. Das die beiden letztgenannten Kleidungsstücke nicht die von uns bevorzugten sind, dürfte klar sein, aber die Leute kommen irgendwann von selber drauf – zunächst spielt das keine Rolle, es gibt wichtigeres!

- Die meisten werden sicher das Bild der Choreo mit Wappen und Lorbeerkranz im Kopf oder in greifbarer Nähe haben. Wenn man zunächst nur einen Block hätte, der so groß ist, wie der Bereich unter der untersten Überrollfahne im mittleren Block, wäre das schon sehr gut, würde es sich auf die beiden unteren Fahnen ausweiten – Wahnsinn! Um zu träumen: Sollten es noch mehr werden, sollte man nicht mehr nach oben expandieren, sondern daneben im Block unter der Anzeige wieder unten anfangen, bis etwa die gleiche Höhe
erreicht ist. Ist natürlich bloße Phantasie – aber eine schöne! Runter zu gehen hätte nur einen Sinn: Die Etablierung eines Ultrastyle – Supports und Wieder – Zusammenfassung der Sangeswilligen! Wir meinen damit einen echten, selbstbewußten Versuch, keinen „Happy – Hippo – Fun – ich – mach – mich – zum – Affen – Scheißdreck“! Dazu mußt man aber erst publik machen, was das eigentlich ist und zwar nicht nur wir, sondern auch andere – nur irgendwo hin zu gehen ist sicherlich sinnlos. Auch bei uns hat das nicht jeder verstanden, jedenfalls nicht völlig. Man muß die Intention kennen und nicht nur die Symptome ganz lustig finden. Dazu trägt hoffentlich auch diese Homepage bei.

Die UTOPIE, also die wahrscheinlich unerreichbare Optimalvorstellung, würde so etwa aussehen:

1. 150 Ultrainteressierte/davon 20-25 die den wirklichen Hintergrund verinnerlicht haben
2. 200/40-50
3. 400/100
-------------------
4. 500/200
5. 700/400
-------------------
Achtung: Traumland!!!! wohl sehr utopisch und wenn dann in weiter Ferne(irgendwann im neuen Stadion vielleicht…)
6. 1000/600
7. 1000/600-700 und die restlichen Leute in der Kurve(einer hoffentlich kleineren) so sie denn Bock haben zu singen, akzeptieren die Führung des Haufens und lassen sich von ihm leiten.

Schritt 1 ist Jetzt – Zustand. Mit weniger als ca.120 Leuten braucht man wohl nicht ernsthaft anfangen, für einen erfolgversprechenden Start, wären aber wohl recht schnell 200 Leute nötig. Schon ab Schritt 2 hätte (fast) jeder von den aktiven was gewonnen: Nämlich den grundsätzlichen Spaß am Heimspielbesuch zurück! Schritt 3 zu erreichen würde, jetzt begonnen, mindestens bis zur Winterpause 02/03 dauern, alles darunter ist unrealistisch, vielleicht eher länger.
Die absolut erreichbare Phonstärke der SK in der Spitze würde erst einmal sinken! Doch was heißt das schon, sie ist ja eh fast nie laut! Allerdings würde dafür die „Dauerversorgung an Support“ zunehmen und der Spaß der engagierten Leute sowie deren Zusammenhalt. Man könnte dort einen Sängerhaufen zusammenschweißen! Der Effekt für das Supportniveau dort wäre unmittelbar! Erst irgendwo zwischen 3. und 4. könnte normalerweise ein positiver Effekt auf die Gesamtheit der Kurve ausschlagen, frühestens! Zu 5. zu kommen würde schon unheimlich schwierig werden, doch man wäre dann bereits über den Berg, doch würde das Olympiastadion äußerst wahrscheinlich ein 5. und mit Sicherheit ein 6. nicht mehr erleben…

ABER: Wir haben nichts zu verlieren, denn es ist sowieso schon schlecht und in >90% der Heimspiele hat der Support NULL Auswirkung auf das Ergebnis! Tatsache!

Folgende Probleme gälte es zu lösen:

- Woher bekommt man genügend Leute?
Zunächst einmal müsste es gelingen, alleine aus der sogenannten „Szene“ ein Startpotential schon im Vorfeld zusammenzutrommeln, welches die Basis stellt. Das sollten schon so ca. 100 Personen sein. Der Standort könnte natürlich, sofern entsprechende Sympathie dafür geschaffen werden kann, auch dazu beitragen, das Leute, die spät kommen, vor der Kurve reden, oder im Moment irgendwo verstreut stehen oder sitzen absolut kein Problem haben sich dazu zu gesellen, wenn es ihnen taugt! Anziehen wird es sicher einige davon. Ein wahnsinnig wichtiger Schritt und wahrscheinlich der Schlüssel zum Erfolg wäre es den Club Nr.12 inklusive Vorstand auf Seiten dieser Sache zu haben. Denn dieser kann Leute erreichen, viel mehr als z.B. wir dies könnten. Wenn man da zusammenarbeitet, ist es eigentlich sogar leicht möglich an mehr Personen zu gelangen als man sich im Moment vorstellen kann. Das Spiel gegen Moskau mit der Aktion auf der Gegengerade hat gezeigt: Mit einem Club Nr.12 – Aufruf ist es möglich 200 – 300 Leute zu etwas zu bewegen. Was hat man noch gesehen: Dieser Haufen war eine bunte Mischung, und keine schlechte! Sicher waren Leute dabei, die vielleicht (noch) nicht so den Peil hatten, aber ok waren sie alle! Die haben sich halt an den anderen orientiert und schließlich war es doch ein relativ geschlossener Haufen. Der Support dort war noch nicht besonders toll oder ausgereift, aber man konnte deutlich das Potential spüren, welches schlummerte. Wenn ein ähnlich großer Haufen sich diesem Ultra – Block – Konzept anschließen würde, es kann ruhig auch so eine Mischung sein, dann wäre vieles geschafft. Zu wünschen wäre es, jedoch bleibt es sehr fraglich Unsere Aufforderung an den Club Nr.12 – Vorstand wäre es doch bitte zum Wohle eigentlich aller, auch einmal in diese Richtung zu denken, anstatt teilweise vielleicht Dinge zu suchen, die man so interpretieren könnte, als wollten wir ihnen an den Karren fahren. Auf der Homepage wurden an einer(!) Stelle historische Tatsachen(!) angesprochen, die nun mal so waren, auch um etwas zu erklären, – und keine Kriegserklärung gegen irgendwen ausgesprochen. Was war kann man nicht mehr beeinflußen, was sein wird schon noch!
Wenn man einen Grundstock an Leuten hat, und diesen in Schwung gebracht hat und hält, erledigt sich das weitere von selbst. Durch die „optische & akustische Werbung“ in der Kurve wird man immer mehr Leute anlocken, denen was sie sehen besser gefällt, als das was sie bisher kennen oder praktizieren!

- Was ist mit den Leuten, die sagen „Von oben sehe ich aber was!“?
Die Antwort kann nur lauten: Von unten sieht man auch was! Man sieht schlechter, das stimmt wohl unbestritten, aber man sieht, wenn man, wie bereits erwähnt, nicht gerade in der aller ersten Reihe genau hinter dem Zaun steht, auch noch ordentlich. Man hat sicher nicht diese völlige Totale, aber man kann das Spiel gut verfolgen. Bei der Mehrzahl der Auswärtsspiele sieht man auf jeden Fall genauso wie bei uns unten oder sogar noch schlechter – da fahrt Ihr aber auch hin! Optimiert man nur nach der besten Sicht, dann ist der richtige Platz leider sowieso nicht die Kurve sondern ein Platz mittlerer Höhe in Höhe der Mittellinie auf der Haupttribüne oder Gegengeraden! Oder optimiert Ihr etwa nach dem Geldbeutel?

- Woher soll das ganze Material immer kommen?
Es würde sich mit Sicherheit anbieten, wenn diverse Materialien, wie Fähnchen etc. für die Heimspiele reserviert würden und zusammen mit je einer Zaunfahne der diesen Block tragenden Gruppen (3,4 oder so) im Stadion aufbewahrt würden. Vor jedem Heimspiel sollten sich dann von diesen Gruppen jeweils wenige Leute treffen und gemeinsam in Absprache mit dem Ordnungsdienst die Materialien in die Kurve bringen, die Trommeln installieren, die Zaunfahnen an ihren festen Plätze anbringen, etc.! (Später einmal könnte man darüber nachdenken für Auswärtsspiele stellvertretend für diesen Block ein gemeinsames Zauntransparent zu machen, auf dem etwa „Ultra‘ München“ oder „Kollektiv München“ stehen würde. Da wir ja die einzigen Fußballer in München sind und das Ding logischerweise rot wäre, hätten wir auch unseren Alleinvertretungsanspruch untermauert. Gerade bei zunehmend weniger Fahnenplätzen und immer kleineren Gästebereichen, wäre dies Idee
vielleicht nicht verkehrt. Der Fahne müsste natürlich egal wer sie dabei hat und wann sie ankommt Priorität eingeräumt werden.)

- Was ist mit denen die oben bleiben?
Grundsätzlich kann man ja niemanden zwingen mit nach unten zu gehen, es hätte ja auch wenig Sinn. Für das Gelingen der Sache wäre es jedoch zu wünschen, das möglichst viele sich sofort anschließen oder aber möglichst bald aufspringen, wenn sie sehen, es könnte was werden! Die die oben bleiben, sollten den anderen aber wenigstens die Möglichkeit eines solchen Versuchs einräumen. Was auf keinen Fall passieren darf, leider aber durchaus wahrscheinlich ist, ist das folgende Konkurrenzsituation eintritt: Die oben verbliebenen fühlen sich in ihrer Ehre gekränkt und meinen denen unten etwas beweisen zu müssen. Man will dann auf Teufel komm raus zeigen, dass man von oben mehr Kontrolle hat. Dies würde zu einem ständigen gegeneinander – singen führen, was wie Selbstzerstörung wäre und wohl alles noch mehr kaputt machen würde. Diese Situation hilft KEINEM! Sie muss nach Möglichkeit verhindert werden! Wir sind uns lange genug selbst im Weg gestanden – jetzt schon mehrere Jahre! Man kann viel aufs Stadion oder andere Leute schieben, aber letztlich liegt es an uns allen gemeinsam nicht zu akzeptieren, das Heimspiele scheiße sein müssen!

Wenn sie schon oben bleiben, sollten sie, falls die Sache unten Chancen auf Erfolg hat, lieber mitsingen, als irgendetwas eigenes anstimmen. Am besten wäre es natürlich sie würden überzeugt und kämen auch runter, denn wir wollen ja niemandem etwas nehmen, es muss sich also keiner beleidigt abwenden oder einen „Dagegen – Wahn“ entwickeln – im Gegenteil: JEDER soll mitmachen! Hierzu muss noch gesagt werden, dass in irgendeiner Form auch der Trompeter eingebunden werden muss bzw. sollte, erstens weil er es, aufgrund seiner bisherigen Verdienste, verdient hat nicht einfach von irgendwelchen „Jungen“ ignoriert zu werden und zweitens da ja sonst ebenfalls genau die beschriebene Situation droht.

Sollte eine relevante Anzahl von wirklich Supportwilligen und – kräftigen definitiv oben verbleiben, und durch die Aktion anderer nach unten zu gehen plötzlich zu einem „Dagegenhalten“ motiviert werden, sprich unbedingt eigen angestimmte Gesänge gegen den neuen „Widersacher“
durchsetzen wollen, sollte es unten KEINEN VERSUCH geben! Diese Situation kann nicht das Ziel sein! Auch um zu zeigen, dass man eigentlich Einigkeit will, sollte einfach gar nichts passieren. Die Mehrheit sollte sich dann aber auch nicht nach dieser Minderheit richten, sondern vielleicht einfach gar nix machen und man sollte weiter darüber reden. Der Anzeigetafelmob ist ohnehin schon bedenklich geschrumpft, dennoch müssten sich ein ganz schöner Teil dieser Leute einer neuen Sache anschließen, sonst ist das Streitrisiko durch das Konkurrenzpotential zu groß!

Wenn wirklich nur noch eine geringe Anzahl von Leuten, aus Gründen der Sicht beispielsweise, dort verbleiben würde, sollten diese jedoch den anderen eine faire Chance geben, sprich auf ein „Dazwischen – oder Dagegensupporten“ verzichten. Es darf keine 2 Ausgangspunkte für Anfeuerungen schon allein aus der sogenannten „Szene“ heraus geben, sonst macht man lieber gar nix! Allerdings sollte wenigstens soviel Einheit und Respekt durch miteinander reden ja erreichbar sein.

Fazit: Bevor es zu einem Riesenärger oder einem Selbstzerfleischungsprozeß kommt, bleibt lieber alles so schlecht wie es ist, den das andere wäre noch übler! Zwar wären dann einige(viele?) weiterhin frustriert und gelangweilt – aber die andere Variante, kann keine Alternative sein! Also, eine halbwegs große Basis und die Solidarität vieler, die vielleicht (noch) nicht nach unten wollen, ansonsten: LIEBER VERSCHIEBEN!

- Was darf man sich keinesfalls erwarten?
Klar: Eine schnelle Verbesserung der Stimmung der ganzen Südkurve! Das zu sagen, so ehrlich muss man sein, denn es wäre unrealistisch! Wenn die Leute oben weggehen, wird es erst einmal unmöglich sein, in der Spitze die gleiche Lautstärke zu erreichen. Nur wurde die ja eh kaum abgerufen!

- Was darf man sich erwarten?
Zunächst einmal einen unmittelbaren Effekt auf diesen Haufen von Leuten. Die Ausdauer der Gesänge wird sich wohl merklich erhöhen. Sie werden sowohl das Niveau ihres Supports oder Tifo oder wie immer man es nennen will, steigern und gemeinsam viel mehr Spaß haben. Dieses gemeinsame Erlebnis wird hoffentlich einen Dauergesangs – Kern zusammenschweißen, der sich sowohl bei Heimspielen gegenseitig aufputscht, als auch bei Auswärtsspielen abrufbar sein wird! Durch die Etablierung des Standorts unten und vorne im Block werden die Leute ohne große Kenntnis oder Absprachen in jedem Stadion auf einem Haufen stehen und eingespielt sind sie ja dann auch! Langfristig ist es dann sicher auch möglich die ganze Kurve anzukurbeln, denn an guter Stimmung die schon da ist, wollen dann teilweise auch die teilhaben, die jetzt nichts dafür tun wollen!

WIR HABEN SICHER NOCH TAUSEND SACHEN VERGESSEN, EUCH FÄLLT SICHER AUCH NOCH WAS EIN UND ES IST NICHT DER EINZIG MÖGLICHE UND ALLEIN GLÜCKLICHMACHENDE VORSCHLAG! DIE DISKUSSION IST ERÖFFNET – WIR SOLLTEN UNS ALLE WÜNSCHEN, DASS SIE ETWAS BRINGT!

ÄUSSERT EUCH! DIESES SCHEISS – FORUM IST DAZU DA, DASS MAN WAS REINSCHREIBT! MACHT ANDERE AUFMERKSAM! UNSERETWEGEN BERAUMT EIN WEITERES DER UNZÄHLIGEN TREFFEN AN! REDET MITEINANDER ANSTATT ÜBEREINANDER!
DIESER VORSCHLAG IST EIN VORSCHLAG ÜBER DEN ZU REDEN IST, NICHTS WAS WIR UNBEDINGT FORDERN!

ES IST KEIN VORSCHLAG NUR FÜR UNS, SONDERN EIN VORSCHLAG FÜR VIELE INTERESSIERTE, EIGENTLICH FÜR ALLE – WIR HABEN ABER DIE PLATTFORM ETWAS PUBLIK ZU MACHEN UND HOFFEN EIGENTLICH IM NAMEN VIELER ZU SPRECHEN, DENN WIR SIND WENIGE – UND ALLEINE KÖNNEN WIR AUCH WENIG!

SEID NICHT GEGEN IRGENDWAS NUR AUFGRUND VON VORURTEILEN ODER ANTIPATHIE GEGEN EINZELNE. IHR MACHT NICHTS NUR FÜR UNS – IN ERSTER LINIE GEHT ES UM EUCH – UM ALLE, DENEN EINE ROSIGERE ZUKUNFT AM HERZEN LIEGT! WENN ES HILFT, VERGESST VON WEM DIESER VORSCHLAG KAM, DENN ES IST UNWICHTIG! VERSUCHT DIE SUBSTANZ DARAUS ZU ZIEHEN UND LASST UNS GEMEINSAM ETWAS DARAUS ENTWICKELN!

IMMER HEISST ES: HEY – WIR SIND DER FC BAYERN, WIR KÖNNEN ALLES!DANN LASST UNS HALT VERFLUCHT NOCHMAL ZEIGEN, DASS WIR DAS, WAS UNSERE SCHWÄBISCHEN ODER FRÄNKISCHEN NACHBARN(traurig genug, dass man diee hier mittlerweile erwähnen muss!) DRAUFHABEN SCHON LANGE KÖNNEN! LASST UNS ENDLICH AUCH EINE FAN – SHOW HINLEGEN, DIE DEM STELLENWERT UNSERES VEREINS WENIGSTENS ANNÄHERND GERECHT WIRD! EIN EUROPÄISCHER SPITZENKLUB FC BAYERN HAT KEINE KURVE DER GRAUEN MÄUSE VERDIENT! SCHLUSS DAMIT, DASS HEIMSPIELE SCHEISSE SEIN MÜSSEN! SCHLUSS DAMIT, DASS WIR MEISTENS KEINEN STIL HABEN! MAN MUSS NICHTS AKZEPTIEREN, WAS MAN ÄNDERN KANN! JEDER DEN ES AUFREGT HAT ES SELBST IN DER HAND – KEINE AUSREDEN MEHR! ES SIND JETZT 2 VERDAMMTE WOCHEN BIS ZUM NÄCHSTEN HEIMSPIEL – DIE SOLLTEN WIR NICHT UNGENUTZT VERSTREICHEN LASSEN! BEI DEM SPIEL MUSS WAS PASSIEREN!
GET UP – STAND UP, STAND UP FOR YOUR RIGHT!

Wir entschuldigen uns nochmal recht herzlich bei allen, die so gerne Schaum vor dem Mund tragen,
das auf dem Bild gerade unsere Fahne zu sehen ist! Sorry! *ggg*

Warum alles so lassen wie es ist, nämlich erniedrigend schlecht? Aus falschverstandenem
Traditionsverständnis, aus Trägheit, aus Sturheit, oder einfach nur weil man aufgegeben hat????

GEBT EINE ANDERE ANTWORT – AUCH FÜR EUCH!

MM 1996 im November 2001

Pogrome gegen Roma-Minderheit in Bulgarien – Spruchband Napoli

Ende September hat es in Bulgarien rassistisch-motivierte Demonstrationen und Ausschreitungen gegen Roma gegeben. Vorgeschobener „Auslöser“ dieser Übergriffe war der Unfalltod eines Jugendlichen in dem kleinen südbulgarischen Ort Katuniza, der von Angehörigen der Minderheit der Roma mit einem Kleinbus überfahren worden war. Tatsächlich explodierte ein Pulverfass, an das rechtsradikale Parteien mit ihrer rassistischen Hetze Feuer gelegt haben. Ein von Ressentiments, Vorurteilen und Fremdenfeindlichkeit charakterisierter Hass auf die Roma-Minderheit herrscht schon lange vor und war die Grundlage für diese Eskalation gegen eine Bevölkerungsgruppe, die fast 10 % der Gesamtbevölkerung ausmacht. Der Hass auf „die Zigeuner“ ist dabei eine einfache Antwort auf schwierige Fragen. Sie werden für Kriminalität verantwortlich gemacht, dabei sind sie gesellschaftlich ausgegrenzt und haben KEINEN Zugang zu Bildung und Arbeit. Darüber, was Ursache und Wirkung ist, macht sich niemand Gedanken, es ist ja auch schließlich einfacher, das „Fremde“ für die Probleme verantwortlich zu machen. Ein gefährlicher Gedankengang, der für rassistische Hetzer weltweit zentral ist. In Bulgarien sind „halt die Zigeuner an allem Schuld.“ Damit ist Bulgarien allerdings kein Einzelfall, in vielen osteuropäischen Ländern agiert ein rassistischer Mob und der Staat schaut bewusst zu. Wir haben uns schon vor einiger Zeit mit dieser Situation im Rahmen eines Alerta!-Actionday beschäftigt. Damals haben wir unter anderem mit einem Vortrag eines Experten vor allem auf die immer stärker werdende rechtsradikale Szene bei ukrainischen und weissrussischen Fußballvereinen geschaut. Die Situation hat sich in der Zwischenzeit alles andere als verbessert und auch in die Pogrome in Bulgarien waren organisierte Fans involviert. Es ist nicht zu bestreiten, dass Rechtsradikalismus ein großes Problem vieler osteuropäischer Fußballszenen ist. Hierauf gilt es einen kritischen, aber auch differenzierten Blick zu werfen, denn die Augen vor diesen Problemen zu verschließen und einfach wegzuschauen ist genauso der falsche Weg, wie hier selber nach einfachen Antworten zu suchen.

Es ist auch falsch, nur den Zeigefinger auf andere zu richten. Letztes Jahr gab es massive Übergriffe französischer Polizisten gegen lokale Roma, die nach Osteuropa abgeschoben werden sollten. Rassistische Einstellungen sind auch in westeuropäischen Ländern Mehrheitsmeinung. Rassismus ist aber überall die falsche Antwort auf gesellschaftliche Probleme!

Beim Kurt-Landauer-Turnier 2011 haben wir uns mit der Situation bulgarischer Arbeitssklaven in München beschäftigt. Da sie in Bulgarien keine Arbeit finden, kommen sie nach München, um im Bahnhofsviertel unter prekären Umständen zu leben und ihre Arbeitskraft gegen einen Hungerlohn auf dem so genannten „Arbeitsstrich“ anzubieten. Selbige haben jetzt vergangenen Samstag mit einer Demonstration auf die Situation in Bulgarien aufmerksam gemacht, da ihre Familien akut bedroht sind. Sie berichten Erschreckendes:

„Abi K., Angehöriger der türkischen Minderheit Bulgariens, ist am Freitag, den 29.09. aus Pasardschik in Bulgarien nach München gekommen. Er berichtet noch am selben Tag: ‚Seit vier Tagen traut sich im türkischen Viertel unserer Stadt keiner mehr aus dem Haus. Wir haben Angst, können nicht mehr schlafen, nicht mehr in die Arbeit oder zum Einkaufen gehen und die Kinder nicht mehr in die Schule. Unser Viertel wird von organisierten Schlägertrupps, die meist vermummt auf Motorrädern anrücken, angegriffen. Erst gestern wurden wieder fünf oder sechs Leute aus der Nachbarschaft verprügelt. Die Polizei hat zwar das Viertel umstellt um uns zu schützen, aber die Hilfe von der Polizei ist nur halbherzig, die Schläger kommen trotzdem ins Viertel und verprügeln uns, wir haben kein Vertrauen in die Polizei. Als ich heute nach München gefahren bin, sagte der bulgarische Grenzpolizist, ich solle nicht flüchten, sondern in Bulgarien bleiben, um zu sterben – das wäre besser.‘“

GEGEN RASSISMUS IM STADION UND ÜBERALL! ALERTA!

Den „Auslöser“ der Vorfälle und einige Hintergründe bringt folgender Artikel ziemlich gut auf den Punkt: www.heise.de/tp/artikel/35/35568/1.html
Den Aufruf zur Demo findet Ihr hier: http://inizivi.antira.info/2011/10/06/angehorige-bulgarischer-minderheiten-protestieren-in-munchen-gegen-pogrome-in-bulgarien-sie-haben-grose-angst-um-ihre-familien-und-rufen-auf-zu-solidaritat
Den dazugehörigen Bericht hier:
http://inizivi.antira.info/2011/10/09/demo-gegen-pogrome-in-bulgarien-und-rassismus/

Quelle: SKB FC Bayern – Hertha BSC 11/12

Videos Südamerika

Racing-Independiente
Einmarsch „La Guardia Imperial“

TV-Bericht über die Partie mit untertitelten Fangesängen :-) (Man beachte auch die kranken Torjubel auf den Tribünen)


Ferro-River
(im Nuevo Gasométro von San Lorenzo)
Einmarsch der Barra von Ferro

Entrado der Los Borrachos del Tablon

Die Hinchada vom Absteiger River

Nochmal River: Diesmal auswärts bei Quilmes

Und hier zum Abschluss noch der Trailer zu einem Film über CA Penarol aus Montevideo

O‘zapft is! – Die Bayern auf der Wiesn

Streetart

EUROPAPOKAL

So, die Auslosung ist gelaufen und jeder darf nach seinem Gusto entscheiden, ob er mit den Losen zufrieden ist. Aus dem vierten Topf bescherte uns Lothar Matthäus die SSC Napoli als Gegner. Ein in jeglicher Hinsicht spannendes Los. Wir wollen an dieser Stelle an das letzte Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften im Europacup erinnern.

Unsere Bayern mussten am 05. April 1989 im Halbfinale des UEFA-Cups zuerst auswärts vor 82.000 fanatischen Tifosi im San Paolo antreten. Die 2:0 Niederlage (Tore durch den Brasilianer Careca sowie Andrea Carnevale) konnte unsere Elf im Rückspiel leider nicht mehr umdrehen. Zwei Wochen später konnten Maradonna und Kollegen nach einem 2:2 Remis (Wohlfarth und Reuter egalisierten zweimal die Führungstreffer von Careca) im ausverkauften Olympiastadion den Einzug ins Finale feiern. Dort besiegten sie den VFB Stuttgart in zwei Spielen (2:1 und 3:3. Den Führungstreffer für die Stuttgarter im Hinspiel besorgte damals übrigens ein gewisser Maurizio Gaudino, den ja auch eine ganz besondere Geschichte mit unserem damaligen und heutigen Trainer verbindet).

Hier der Einlauf der Teams ins San Paolo. Es lohnt auch der Blick auf die Tribünen:

Zusammenfassung des Hinspiels:

Kurze Zusammenfassung des Rückspiels:

Und als Schmankerl: Maradonna beim Warmmachen im Olympiastadion (Musik passend zum Jahrzehnt)

Symbolik: Südkurve 72

Bereits früher tauchte die Zahl „72“ in Zusammenhang mit der Südkurve München auf. So war z.B. auf T-Shirts mit dem Aufdruck „Südkurve München“ auf der Brust die „72“ groß auf den Rücken gedruckt. Verschiedene Fangruppen und Fans verwenden die „72“ als Symbol für unsere Südkurve. Und das in letzter Zeit viel häufiger. Grund hierfür dürfte die immer stärker werdende Zusammenarbeit der Bayernfans in der Südkurve sein, die ja mittlerweile auch Früchte trägt. Wofür die Symbolik „72“ steht? Diese Frage ist natürlich schnell beantwortet und die Antwort dürfte den meisten eh geläufig sein. Im Jahr 1972 spielte unser FC Bayern das erste Mal im neu errichteten Olympiastadion. Seit dieser Zeit ist die Südkurve Heimat der Bayernfans. Diese Zeit wurde Anfangs von so bekannten Fanclubs wie „Südkurve `73“ und den „Red Angels“ geprägt. Lange Zeit war die Südkurve des Olympiastadions DER Fanblock des FC Bayern. Hier liegen auch die Wurzeln der Schickeria. Mit dem Umzug in die Fröttmaninger Arena war von Anfang an klar, dass die neue Heimat der Fans die Südkurve sein wird. Auch wenn natürlich viele Bayernfans aufgrund der Teilung der Kurve im Norden gelandet sind und sich nach und nach dort etwas aufbauen. Natürlich gab es auch schon vor 1972 Bayernfans, die damals noch die Spiele im Grünwalder verfolgten, trotzdem spielt dieses Datum für uns Bayernfans eine große Rolle. Es ist das Jahr unserer Südkurve.

Wenn wir heute die „72“ als Symbol verwenden, dann stecken dahinter zwei Aussagen. Einmal ist die „72“ ein Symbol für unsere Herkunft, unseren Ursprung: nämlich die Südkurve München. Wie wir als Kinder das erste Mal ins Stadion gekommen sind, war dies der Ort, an dem wir einmal sein wollten. Es war unser Ziel, Teil dieser Einheit zu werden. Wir waren fasziniert von dem Fanatismus der Fans in der Südkurve. Dieser Bann hat uns bis heute nicht losgelassen. So wie es wahrscheinlich den meisten Fanclubs und Fangruppen geht, haben auch wir als Schickeria uns hier gefunden. Die Schickeria ist wie viele andere auch hieraus entstanden. Wir sind Kinder dieser Kurve.

Nicht zuletzt ist die „72“ für uns ein Symbol der neu gefundenen Einheit unserer Kurve, unserer Zukunft. Diese Einheit hat uns auf einen Weg gebracht, an dessen Ende wir einmal wieder voller Stolz von UNSERER FANKURVE sprechen können, die dem großen Namen Südkurve gerecht wird. Denn das muss das Ziel von uns allen sein. Entsprechend verstehen wir die „72“ auch nicht als „unser“ Symbol, sondern als Zeichen aller Leute, die dieses Interesse mit uns teilen, die die Leidenschaft und den Fanatismus für die Südkurve München und den FC Bayern teilen.

Wir sind alle ein Teil des Ganzen! Lasst uns diesen Weg weiter zusammen gehen.

SÜDKURVE MÜNCHEN -72- Ursprung und Zukunft!

ursprünglich erschienen in GDS 7

Kaufen, Kaufen, Kaufen: Blickfang Ultra

Liebe Freunde der Sonne, heute preisen wir Euch in allerbester Kapitalistenmanier zwei hervorragende Druckerzeugnisse zum Kauf an. Beide stammen aus dem Hause Blickfang Ultra und sind bei uns in Wolfsburg (auf dem Parkplatz vorm Gästeblock) und gegen den HSV am Streetworkbus erhältlich.

Da wäre zum einen die Ende der letzten Saison erschienene Jubiläumsausgabe des Blickfang Ultra. Heft Nr. 20 enthält Spielberichte zu interessanten nationalen und internationalen Begegnungen, Hintergrundberichte aus den Kurven dieser Republik, ein crazy Interview mit den Ultras Düsseldorf, einen ausführlichen Beitrag zur amnesty international Kampagne gegen Polizeigewalt und vieles mehr.

Weitere Infos und Einblicke ins Heft findet Ihr hier

Um Euch den Kauf noch ein bisschen schmackhafter zu machen, hier eine kleine Leseprobe aus Ausgabe 20:

Auch wenn die Region ohnehin schon mehr mediale Aufmerksamkeit bekommt, als es den Menschen dort lieb sein wird, war – abgesehen von der Katastrophe in Japan – kein anderes Thema in den Medien so präsent wie die Revolutionen im Nahen Osten. Besonders intensiv war die Berichterstattung über Ägypten, dem stets eine Vorreiterrolle im Nahen Osten zugesprochen wird. Unter den Demonstranten auf dem Kairoer Tahrirplatz befanden sich auch viele Ultras der beiden größten Fußballvereine Ägyptens, al-Ahly und Zamalek. Leben die beiden Gruppen Ultras Ahlawy (Al-Ahly) und Ultras White Knights (Zamalek) den Antagonismus zwischen ihren beiden Vereinen gewöhnlich sehr intensiv aus, kämpften sie im Januar und Februar gemeinsam für Menschenrechte und Demokratie.

[…]
Die Rivalität zwischen den beiden Vereinen reicht zurück bis in die britische Kolonialzeit. Seither stehen sie sinnbildlich für die beiden gegensätzlichen Enden des sozialen und politischen Spektrums. Al-Ahly, dessen Name soviel wie „national“ bedeutet, wurde 1907 von Studentenvertretern gegründet. Der Klub diente ihnen neben dem Fußballsport als Treffpunkt um ihre Aktivitäten gegen die britischen Kolonialherren zu koordinieren, ergo war die Mitgliedschaft Ägyptern vorbehalten. Die antikoloniale Haltung wurde mit den roten Vereinsfarben zum Ausdruck gebracht, die sich an der ägyptischen Flagge aus präkolonialer Zeit orientierten. Al-Ahly galt somit als Vertreter der Interessen der einfachen Ägypter und der Nationalbewegung.

Vier Jahre später wurde Lokalrivale Zamalek unter dem Namen Qasr al-Nil (Nilpalast) von nicht-englischen Ausländern gegründet. Zwei Jahre darauf, wurde der Vereinsname in al-Mohtalet („das Gemisch“) geändert, was wohl mit den verschiedenen Nationalitäten seiner Mitglieder zusammenhing. Obwohl keine bestimmten Anforderungen für eine Mitgliedschaft gestellt wurden, haftete dem Verein schnell das Image des Klubs der Ausländer und Reichen an, das er bis heute nicht abschütteln konnte. Zamalek spielte in weißen Trikots, wobei sich ein Vergleich mit den Königlichen von Real Madrid durchaus anbietet. 18 Jahre nach der Unabhängigkeit von Großbritannien wurde der Verein nämlich zu Ehren des in weiten Bevölkerungsteilen verhassten Königs in Farouk, der Erste umbenannt. Seinen heutigen Namen erhielt der Klub, in Anlehnung an das Kairoer Viertel in dem beheimatet ist, nach dem Coup der freien Offiziere um Gamal Abdel Nasser 1952.
Weder Unabhängigkeit noch die Machtergreifung der freien Offiziere konnte etwas am Verhältnis zwischen Ahly und Zamalek ändern. Ahly repräsentierte weiterhin den einfachen Ägypter von der Straße, während Zamalek für die konservativen Royalisten und die bourgeoise Mittelklasse stand.

Inwiefern dieser Gegensatz heute noch wirklich zutrifft, ist zumindest leicht fraglich. Für den durchschnittlichen Ägypter ist in keinem der beiden Klubs eine Mitgliedschaft finanzierbar und angesichts der Tatsache, dass al-Ahly von sich selbst behauptet über 50 Millionen Fans im ganzen Land zu haben, würde es sehr verwundern, wenn diese nicht einen absoluten Querschnitt der Bevölkerung darstellen würde. Bei Zamalek behauptet man sogar die Verhältnisse hätten sich ins Gegenteil verkehrt und eigentlich sei al-Ahly heute der Verein des Establishments. Zamaleks Vorstandsmitglied Ibrahim Hassan meinte dazu voriges Jahr: „Zamalek ist die größte Partei des Landes. Wir sehen die Ungerechtigkeiten des Fußballverbandes und der Regierung gegen alles was früher einmal zum König gehörte. Der Verband und die Regierung sehen Zamalek als Feind. Zamalek repräsentiert die Leute, die ihren Unmut gegenüber dem System ausdrücken. Wir sehen al-Ahly als Repräsentanten der Korruption im ägyptischen Fußball.“ Gewisse Verbindungen zwischen al-Ahly und der Regierung bestehen schon lange. Um die Bedeutung des Fußballs für die Volksseele wissend, beorderte Präsident Nasser bereits in den 50er Jahren einen seiner Generäle ab, um Ahly eine professionellere Führung zu verpassen. Des weiteren hält sich bis heute hartnäckig das Gerücht, dass an Wochenenden vor der Bekanntgabe einer Erhöhung der Lebensmittel- oder Benzinpreise, die Regierung dafür Sorge trägt, dass al-Ahly den Platz als Sieger verlässt.
Die Rollenverteilung der beiden Klubs entlang des gängigen Klischees ist deshalb wohl wirklich nur noch bedingt zutreffend. Die Ultras White Knights betonen ebenfalls, dass der Unterschied zwischen dem Anhang beider Teams eher marginal sei, selbst wenn die Zamalek-Fans im Schnitt wohlhabender seien, wären im Endeffekt doch alle Ägypter, die sich mit den gleichen Problemen und dem gleichen politischen Regime konfrontiert sähen.

Auch wenn die trennenden Gräben zwischen den Fans beider Vereine in sozialer Hinsicht nicht mehr so tief verlaufen wie in der Vergangenheit, spaltet das Kairoer Derby weiterhin nicht nur die Stadt, sondern die ganze Nation in Rote und Weiße. Die Derbies werden stets in einem neutralen Stadion ausgetragen und da bei der Partie al-Ahly-Zamalek wohl kein Ägypter als gänzlich unbefangen gelten kann, verpflichtet man normalerweise europäische Schiedsrichter. Erst kürzlich wurde dem Österreicher Robert Schörgenhöfer die Ehre zu Teil. Da beide Teams die ägyptische Liga dominieren – al-Ahly konnte bisher 35, Zamalek elf Meistertitel erringen – haben die Derbies oft auch einen vorentscheidenden Charakter bezüglich der Meisterschaft.

Zwei kuriose Anekdoten, welche die Bedeutung des Derbies unterstreichen, kann der ehemalige Zamalek Stürmer Ayman Younis berichten. 1990 hatte jemand Younis neuen BMW aufs Dach gedreht, der Kreis der Verursacher konnte relativ schnell eingegrenzt werden. Sie hatten nämlich ihre Unterschrift auf dem Fahrzeug auf dem Fahrzeug hinterlassen: Ahly-Fans! Younis sollte nicht von weiteren Anfeindungen verschont bleiben. Nach seinen Aussagen wurde sein Haus einmal von 5000(!) Ahly-Fans belagert. Sie warfen Gegenstände und sangen Lieder gegen Younis und seine Familie[…]

von Philipp Natzke und Georg Maier

Wenn Euch der Ausschnitt Lust auf mehr gemacht hat, dann holt Euch eure Ausgabe bei uns für nur 3 Euro!

Das zweite Stück, dass wir Euch ans Herz legen wollen, ist der Saisonrückblick 2010/11. 46 Gruppen ziehen auf 276 Seiten ihr Fazit zur vergangenen Spielzeit.

Hier die ersten paar Absätze aus unserem Rückblick:

Die Saison 2010/2011

Die Saison 2010/2011 war für unsere Gruppe (wiedermal) ein Auf und Ab der Gefühle mit Höhen und Tiefen. Es liegt in der Natur der Sache, dass bei einer Vielzahl von erinnerungswürdigen Ereignissen bei Spielen oder anderen Begebenheiten jeder subjektiv anders gewichtet und manche Dinge mehr und andere weniger berichtenswert erachtet. Da ist es klar, dass eine Auswahl getroffen werden muss und die haben wir so gewählt, wie wir unsere Gruppe oder besser die Ereignisse der vergangenen Saison rund um unsere Gruppe sehen. Wir wollen mit unserer Auswahl den Fokus auf das Lenken, was unserer Meinung nach wichtig und damit erwähnenswert ist.

FÜNF JAHRE KURT LANDAUER TURNIER
Im Sommer 2010 fand zum nunmehr fünften Mal das antirassistische Einladungsturnier der Schickeria München um den Kurt Landauer-Pokal statt. Nicht ohne Stolz blicken wir auf die vergangenen Turniere zurück. Als wir im Laufe der Saison 2005/2006 erstmals die Idee zu unserem Kurt hatten, hätten wir nie gedacht, dass wir etwas Derartiges auf die Beine stellen können, zu dem sich unser Turnier inzwischen entwickelt hat. Das Kurt Landauer-Turnier ist jedes Jahr ein fester Termin in unserem Kalender und dem unserer Freunde und Weggefährten. Es ist nicht nur inhaltliche Auseinandersetzung mit fanpolitischen Themen, sondern auch Begegnung und unvergessliche Stunden im Kreis von Freunden. Als wir 2006 unser Turnier nach dem großen ehemaligen Präsidenten unseres Vereins benannten, war der Name Kurt Landauer nur wenigen ein Begriff. Die Vereinsführung hatte ihre Probleme im Umgang mit der Vergangenheit des eigenen Vereins, für viele begann die Geschichte des FC Bayern mit Beckenbauer, Müller und Hoeneß. Dabei ist die Geschichte unseres Vereins etwas, auf das man zu Recht stolz sein kann und aus der wir Anknüpfungspunkte für unsere Identität als Fans des FC Bayern ziehen. Der Umgang mit der Geschichte unseres Vereins hat sich in den letzten Jahren zum Positiven verändert, der Name Kurt Landauer wird zunehmend ein Begriff und bekommt langsam den Stellenwert, der ihm zusteht. Das können wir uns in großen Teilen auf unsere Fahne schreiben und hängt durchaus mit dem Kurt Landauer-Turnier zusammen.

2010 legten sich leichte Wolken über ein wiedermal schönes Turnier. Zu dieser Zeit gab es innerhalb der Gruppe große Spannungen, die letztendlich darin gipfelten, dass ein Teil der Gruppe sich abspaltete, bzw. das Inferno Bavaria seit Beginn der Saison eigenständig agiert. Ein Resultat dieser Spannungen war, dass wir beim Turnier mit einigen organisatorischen Schwierigkeiten zu kämpfen hatten, da sich einige Mitglieder aus dem engsten Kreis nicht mehr beteiligten. Außerdem wurden diese Konflikte leider auch auf dem Kurt Landauer-Turnier ausgetragen, worunter die Atmosphäre litt. Letztendlich spiegelte das aber nur den damaligen Zustand der Gruppe wider.

AUSGESPERRT UM ZURÜCKZUKOMMEN
Nach einem Vorfall im Jahr 2009 auf dem Würzburger Hauptbahnhof auf unserem Weg zum Auswärtsspiel in Mainz erhielten Anfang 2010 über 80 Mitglieder unserer Gruppe und andere Bayernfans Stadionverbote. Zu Beginn der Saison 2010/2011 waren immer noch etwa 60 Betroffene ausgesperrt. Auch wenn sich im Umgang mit solch großen Wellen an Stadionverboten mittlerweile erschreckenderweise eine Art Routine eingespielt hat, leidet die Gruppe und die Kurve darunter natürlich jedes Mal erheblich. Was ein Stadionverbot für den einzelnen Betroffenen persönlich bedeutet, brauchen wir wohl keiner Szene erklären. Mitte der Hinrunde kam Bewegung in die Sache, da die Ermittlungsbehörden nach über einem Jahr immer noch keine Ergebnisse liefern konnten. Kurz vor dem Auswärtsspiel in Gladbach erreichten Schreiben vom DFB die Betroffenen, in denen die Stadionverbote bis zum Ende der Ermittlungen ausgesetzt wurden. Damit konnten in Gladbach etliche Ausgesperrte nach einem Dreivierteljahr vor den Toren wieder dahin zurück, wo sie hingehören. Eine Woche später beim Derby gegen Nürnberg wurden sie mit einer Aktion mit Doppelhaltern in der Kurve begrüßt: „AUSGESPERRT“ „UM ZURÜCK ZU KOMMEN“.

Voraussichtlich in dieser Sommerpause, also fast zwei Jahre nach dem Vorfall, werden übrigens einige Verfahren zu besagtem Vorfall laufen. Bisher haben 90 % der Betroffenen Einstellungen wegen fehlender Anhaltspunkte für eine Tatbeteiligung erhalten. Trotzdem waren sie ein Dreivierteljahr mit einem Stadionverbot belegt…

Nicht nur unser Rückblick sondern auch die Beiträge weiterer Ultragruppen (u.a. Ultras Nürnberg, Commando Cannstatt, Horda Azzuro Jena und Ultras Dynamo) sind äußerst lesenswert. Holt Euch das Heft bei uns für nur 5 Euro.

Nächste Woche bleibts hier dann sicher wieder werbefrei ;-)



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