Archiv für April 2010

In der Stadt gesehen…

Fussball und Rassismus im Wandel – Akzeptanz in der Öffentlichkeit? – Ein Blick nach Ungarn -

In Ungarn wurde anfangs diesen Monats gewählt. Die rechtsextreme Jobbik-Partei erhielt dabei über 16 % der Stimmen. Besonders durch rassistische Parolen, speziell einen ausgeprägten Antiziganismus konnte diese Partei im Vorfeld der Wahlen Unterstützung für sich gewinnen.
Wie sich das gesellschaftliche Problem des Rassismus auch im Fußball widerspiegelt, zeigt uns ein Leserbrief aus Ungarn, den wir vor einiger Zeit auch schon einmal im Südkurvenbladd‘l abgedruckt hatten.

Nachdem ich nun seit einigen Jahren ansteigend und fast monatlich intensiver meinen Verein den FC Bayern begleite und unterstütze, denke ich beurteilen zu können, welche Einstellung unsere Kurve im Grundkonsens gegenüber Diskriminierung jeglicher Art, aber im speziellen gegen den „Virus“ Faschismus trägt und nach aussen hin vertritt. Nicht zu letzt ist genau diese hiermit gemeinte, weltoffene und freiheitsliebende Einstellung unserer Kurve, die Frucht von vielzähligen, intensiven und inhaltlichen Aktionen, welche mit viel Engagement und Herzblut von unseren Leuten vorbereitet und durchgezogen worden sind. Ein Beispiel hierzu ist das ja bald wieder stattfindende „Kurt – Landauer – Turnier“ welches zu Ehren unseres damals von den Nazis verfolgten und verbannten jüdischen Präsidenten abgehalten wird.
Leider höre ich aber oftmals die teilweise nicht wissenden, teilweise aber ignoranten Stimmen derjenigen, welche die Meinung vertreten, dass genau solche Aktionen nicht in unsere „Süd“, ja nicht einmal in Verbindung mit ihr stehen sollten, da ja nach Ihren Meinungen, Fussball mit Politik nichts zu tun hat, oder haben sollte. Nun, hinter dieser Aussage kann ich nicht stehen, beziehungsweise möchte die absolute Notwendigkeit für immer wiederkehrende Tätigkeiten dieser Art mit folgenden Erfahrungen unterfüttern.
Da es mich beruflich seit ca. 2 Jahren regelmässig in das wunderschöne Ungarn verschlägt und dort mittlerweile aus vielen Kollegen, gute Freunde geworden sind, ist mir der Fussball vor Ort genauso ans Herz gewachsen. Einige meiner Freunde sind aktive Mitglieder in den Tifos vor Ort und von einem möchte ich euch heute berichten, dessen Geschichte ihr kennen solltet um meinen oben aufgeführten Ansatz im Detail zu verstehen.
Tamàs (Name geändert) ist nun seit seiner Kindheit grosser Fan des ungarischen Traditionsverein Ùjpest FC und wie bei vielen von uns ist die anfängliche „einfache“ Symphatie zu diesem Verein, im Laufe der Zeit mehr und mehr gewachsen und hat mit dem Beitritt zu der dort ansässigen Ultragruppierung, den „Viola Bulldogs“, seinen Höhepunkt erreicht. Die lila flatternden Fahnen, die lautstarken Gesänge wie aus einer Kehle, die hell leuchtenden Bengalos und der ach so gut riechende Geruch von Rauch haben ihn von Anfang an fasziniert und in einen Bann gezogen. Nebenbei bemerkt, wer von uns kann dies nicht verstehen, ist es uns doch wahrscheinlich ähnlich ergangen. Jedesmal wenn er von der „guten alten Zeit“ im Block spricht, glänzen seine Augen, er erzählt mir von seinen Erlebnissen in den diversen Stadien, vom Support seiner Gruppe, den auch dort mittlerweile extremen Repressionen gegen die ansässigen Ultras, im Gegenzug hört er mir wie gebannt zu, wenn ich ihm von meinen Erfahrungen berichte und er versteht jeden Kilometer den ich auf der Strasse verbringe, nur um meinem Verein nahe zu sein und seine Farben weit über das Bundesgebiet hinaus zu vertreten. In letzter Zeit grenzen wir dieses Thema aber immer häufiger aus, wenn wir uns sehen. Ihr werdet euch jetzt fragen, warum dies der Fall ist, gibt es doch nichts schöneres, als über Fussball zu sprechen und fachzusimpeln. Nun, wenn ihr den Hintergrund kennt, versteht ihr wahrscheinlich, weswegen ich ihn damit lieber nicht mehr belasten möchte. Alles hat begonnen, als Tamás merkte, dass immer häufiger rechtsradikale Parolen von Teilen der Gruppe skandiert worden sind, speziell wenn es gegen den grösstenteils aus jüdischen Bürgern bestehenden Club von MTK Budapest ging. Anfänglich dachte er sich nichts dabei und blieb bei solchen Gesängen dann eben einfach still, schliesslich waren es ja „nur“ Lieder und die tun ja niemanden weh und überhaupt gehört ein wenig Hass zum Fussball ja dazu. Auch bei den typischen Gesten, handelt es sich ja nur um Provokationen gegenüber den gegnerischen Fans. – Hätte er lieber diese Einstellung seiner Gruppe zu damaligen Zeitpunkt schon ernsthaft hinterfragt. – Was Ihm damals schon aufgefallen ist, waren die ständigen hitzigen Gespräche, ging es um das Thema Zigeuner in Ungarn. Diese seien ja an der schlechten Lage des ungarischen Staates alleine Schuld, das Geld das die kriegen, bekommen sie fürs nichts tun und schlecht benehmen tun die sich auch alle. Richtig ernsthaft auseinandergesetzt hat sich Tamás mit diesem Thema nicht, schliesslich hatte er ja auch schon die ein oder andere kleinere schlechte Erfahrungen mit diesen Leuten gemacht. Wo es ging, schwieg er bei diesem Thema, da er ja nicht generell gegen diese Mitbürger in Ungarn war, aber sich eben auch nicht den Missmut seiner Freunde zuziehen wollte, schliesslich ging es ihm ja um den Fussball und den Support und um seinen Verein den Ùjpest FC, das war was zählte, sonst nichts.
Vor einigen Monaten lernte Tamás bei einem abendlichen Besuch in Budapest (nebenbei bemerkt eine der schönste Städte die ich je gesehen habe) die hübsche Katalin (Name geändert) kennen. Er hat Sie mir kurz darauf vorgestellt und ich muss sagen, man merkte sofort, dass beide auf einer Wellenlänge schwebten, Katalin ist eine sehr hübsche, sympathische und obendrein intelligente Frau. Am selben Abend lud Sie uns zu sich nach Hause ein und kochte für uns, auch Ihr Eltern waren anwesend und als ich die Wohnung betreten habe, sah ich ein grosses Gemälde an der Wand, welches darauf hindeuten ließ, dass die Familie jüdischen Glaubens ist, was sich später auch als Wahrheit erwies. Zu meiner Schande muss ich eingestehen, dass ich anfänglich sehr verkrampft war, bin ich doch erstens Ausländer und zweitens noch zusätzlich Deutscher. Ich gebe schon zu, dass ich etwas nervös war, die Familie kennenzulernen, wie würden sie auf mich reagieren? Alle Sorge war aber unnötig, denn eine solche Gastfreundschaft wie dort, habe ich noch selten erlebt. Da kann sich unsere Nation eine gehörige Scheibe davon abschneiden, wüsste nicht wie Leute hierzulande reagieren würden in einer umgekehrten Situation, grossen Respekt an diese Familie.
Katalin wollte bald darauf, wie es viele verliebte tun, natürlich die Hobbys und den Tagesablauf von Tamás näher kennenlernen und leider anders als hierzulande, ist es nicht gang und gebe, dass Mädels und Frauen die Kurven in den Stadien bereichern, aber trotzdem nahm Tamás sie mit und war eigentlich ganz stolz auf seine Liebe, als Sie im Block bei Ihm war.
Leider sahen das seine sogenannten Freunde im Block nicht so, denn was nach dem Spiel folgte, lässt mir heute oft noch die Tränen in die Augen steigen. Durch die Wohngegend Katalins und durch Ihren Nachnamen, war auch diesen Leuten schnell klar, welche Abstammung die neue Freundin von Tamás hatte. Sie prügelten Sie und Ihn durch die halbe Stadt und beendeten diesen Albtraum mit den Worten: „Wir wollen dich und deine Schlampe nie mehr bei uns hier sehen, hier ist kein Platz für dieses Gesocks!“
Als ich die Geschichte das erste Mal hörte, konnte ich es nicht glauben, sowas könnte bei uns in München nie passieren! Wirklich nicht? Mittlerweile bin ich mir da ziemlich sicher, dass sowas bei uns nicht passieren würde, aber bitte hinterfragt mal warum das so ist und denkt bitte auch daran, dass vor noch gar nicht so langer Zeit noch Sprüche wie: „SS, SA Bavaria“ durch die Stadien hallten. Als Spass würde ich das nicht mehr bezeichnen, denn ihr seht ja was passieren kann, wenn man das Thema nicht ernst nimmt, oder gar versteckt oder nicht wahr haben will. Nur wenn wir uns ALLE aktiv gegen den Faschismus und Diskriminierung stellen, treiben wir die Nazis aus unserer Südkurvenheimat. Nur wenn wir Ihnen keine Plattform mehr bieten, verschwinden sie und „keimen“ nicht wieder neu. Wir dürfen deshalb nie aufhören, dies aktiv in unserer Kurve zu zelebrieren, was wir momentan tun, den Faschismus den Kampf ansagen! Nur so vertreiben wir dieses Pack Stück für Stück aus Ihren Lebensräumen. Deshalb mein Appell, bitte überhört es nicht, wenn einer neben euch zum Beispiel Sachen brüllt wie: „Du Schwarze Sau“ oder „Dreckiger Jude“, das ist keine Kleinigkeit, ihr seht ja was passieren kann. Zusätzlich bin ich den Leuten, die solche Sachen immer wieder auf die Beine stellen tausendfach dankbar und verspreche, wo es geht hier zukünftig aktiv mitzuhelfen.

„Freedom is very expensive. It is necessary to either, give up and learn to live without it, or take the chance and pay its price!” -José Marti 1880-
PS:
Meinen beiden Freunden geht es mittlerweile wieder den Umständen entsprechend gut, aber die Lust auf Fussball ist Tamás vergangen, deshalb nochmals, lasst euch dieses wertvolle Volksgut „Fussball“ nicht nehmen, kämpft dagegen an, hier und überall! Ruhe und keine Eskalation ist gut, aber wo es notwendig ist (und hier ist es notwendig) müssen wir aufstehen und uns wehren!

„Wer die Freiheit zugunsten temporärer Sicherheit aufgibt, hat weder Freiheit noch Sicherheit verdient!“

Madrid Calling

Selbstverständnis Ultramarines Bordeaux

Wer bei unserem Spiel diese Saison in Bordeaux dabei war, hat sicher noch den imposanten Auftritt der Heimurve im Gedächtnis. Hier liefern wir Euch einen kleinen Auszug aus einem Interview mit der führenden Gruppe der Virage Sud, den Ultramarines Bordeaux 1987. In diesem kurzen Ausschnitt beschreiben die Ultramarines, wie sie ihr Dasein als Ultras verstehen.

„In der Gruppe entwickelte sich ein Lebensideal, das den Jugendlichen gestattet, sich auszuleben. Das, was sie in einer Gesellschaft, die nur an Geld statt den Werten des Menschen interessiert ist, nicht schaffen umzusetzen, finden sie in unserer Gruppe. Immer zusammen unterwegs sein und die gleichen Wege bestreiten schafft Kontakte, die zu Freundschaften werden und immer stärker wachsen. Letztendlich ist die Solidarität so groß, dass sie sich nicht mehr nur auf den Spieltag beschränkt.
Die Liebe zu dem Verein, zu der Gruppe, macht uns Ultras stolz, ein Teil von dieser Bewegung zu sein. So sind wir bereit, unsere Bewegung mit viel Ehre zu verteidigen und haben dabei unsere Grenzen gesteckt. „Basta lame, basta la infami“. So verteidigt ein Ultra die Gruppe, wenn es nötig ist, nur mit seinen Fäusten, gefährdet dabei aber nie das Leben Unbeteiligter.
Seit einigen Spielzeiten haben wir uns auch für den Kampf gegen den Rassismus ausgesprochen. Viele Mitglieder unserer Gruppe kämpfen aktiv für den Humanismus. […]
Auch soziales Verhalten und Auftreten ist für uns sehr wichtig. Mit dem Ziel, unsere Werte in die Tat umzusetzen und auf ein größeres Level zu führen. Schon oft halfen wir sozialen Einrichtungen, um unserer Vision von der Gesellschaft einen Schritt näher zu kommen. So organisieren wir jedes Jahr mit den Devils eine große Lotterie für soziale Zwecke, z.B. deckten wir so schon mal die Hälfte eines Etats eine sozialen Restaurants in Bordeaux. Wir Ultras sind keine Vandalen, ganz im Gegenteil geben wir oft Lektionen der Menschlichkeit an die, die es könnten, aber nicht machen.
[…]
Leider müssen wir umso deutlicher betonen, dass unser Platz durch die aktuelle Entwicklung (Fernsehen, den kommerziellen Fußball und die immer härter werdende Justiz) gefährdet ist.
Bei uns Mitglied zu werden, sichert unser Fortbestehen. Und damit sichern die Mitglieder in dieser Welt des Fußballs die Sonnenstrahlen, die die bekannten Fankurven darstellen, und allein fähig sind, die Wolken aus grünen Geldscheinen zu durchbrechen.“
(Ultramarines Bordeaux in Erlebnis Fußball Nr.23)

Wenn ihr Euch noch genauer über die Gruppe informieren oder einfach nur ein paar Fotos aus Bordeaux ansehen wollt, ist die Homepage der Ultramarines sicher ein guter Anfang.

In der Stadt gesehen…



Ultrà Selbstdarsteller

Ist die Schickeria ein Selbstdarsteller? Ja sie ist es! Und damit ist es raus, was viele schon lange vermutet und uns immer wieder vorgeworfen haben. Hiermit geben wir es um unwunden zu, wir überlegen ständig, wie wir uns nach außen präsentieren und darstellen können. Genauso, wie es jeder tut! Jeder ist ständig dabei, bewusst oder unbewusst, an dem Bild zu arbeiten, dass er nach außen abgibt. Sei es die Art, wie er sich kleidet, wie er sich verhält oder was er von sich gibt. Genauso machen wir uns ständig Gedanken, wie wir unsere Gruppe darstellen. Heißt das, dass wir uns nur mit uns selber beschäftigen und uns in den Mittelpunkt stellen müssen? Nein, denn wenn wir uns mit Symbolik, die unsere Gruppe oder ihre Werte repräsentieren, darstellen, stellen wir als Teil der Kurve und des Vereins, nicht nur uns, sondern auch die Kurve, den FC Bayern und die Stadt München dar. Wie wir uns darstellen ist klar durchdacht. Wichtig ist uns, dass die Symbolik der Gruppe klar den Bezug zu Kurve, Verein oder Stadt herstellt, oder eine klare Aussage enthält, die unsere Werte transportiert.
Wir sind Ultras! Wir sind FC Bayern! Wir sind München! Und wir haben kein Problem damit, das nach außen zu zeigen!

Homophobie im Fußball

Ist der aktuelle Fußballsport wirklich so tolerant und weltoffen wie er sich nach Außen darstellt, oder gibt es dennoch Nachholbedarf?

Homosexualität im Fußball scheint das Tabuthema schlechthin zu sein. Bei einem 10 %-igen Anteil an Homosexuellen in Deutschland ist es jedoch auch statistisch wahrscheinlich das im Fußballsport ein ähnlicher Anteil vorhanden sein müsste.

Obwohl bekannt ist das es auch unter den aktuellen Bundesligaprofis bereits Homosexuelle Spieler gibt, gab es bisher kein offizielles „Coming out“.
Neben dem folgenden enormen medialen Druck unter dem der Spieler stehen würde, steht wohl auch die Angst vor den Schmähgesängen und Beschimpfungen innerhalb der Fußballstadien im Vordergrund.

Genauso wie die Verantwortlichen (DFB, DFL, Vereine) dürfen auch wir Fans uns den Problemen nicht verschließen!

Homophobie wird als „irrationale Angst und Intoleranz gegenüber Homosexualität, Schwulen und Lesben – und sogar gegenüber Verhaltensweisen, welche außerhalb der erwarteten Geschlechterrollen-Vorstellungen liegen“ definiert.

Hier gilt es jedoch für uns aktive Fußballfans anzusetzen, diesen Tendenzen entgegenzuwirken und derartige homophobe Gesänge in den Stadien zu verhindern. Anders als von Offizieller Seite fordern wir keine Verbote, sondern setzen in diesem Punkt auf die Selbstregulierung innerhalb des Mikrokosmos Fanszene.
Grundsätzlich sind die Themen Homophobie und Sexismus häufig nicht voneinander zu trennen, da lesbische Frauen durchaus von homophoben und sexistischen Beleidigungen betroffen sind.

Die Themen Homophobie sowie Sexismus müssen auf eine Ebene mit Rassismus gestellt werden und dürfen nicht als Diskriminierung zweiter Klasse deklariert und behandelt werden!

Der Fußball darf nicht als Rückzugsraum für überkommene Männlichkeitsvorstellungen dienen!
Jeder sollte sich auf den Rängen nach persönlichen Vorlieben verhalten können und nicht irgendwelchen gesellschaftlichen Zwängen unterworfen werden.

Als positives Beispiel unserer Mannschaft ist hier vor allem Philipp Lahm zu nennen.
Dieser positionierte sich im Magazin „FRONT“ klar gegen Homophobie im Fußball und der Gesellschaft.
Wir hoffen natürlich dass diese Einstellung im gesamten Kader bzw. Verein Konsens ist.

Die meisten Zuschauer/Fans denken bei Schmähgesängen, wie z. B. „Schwuler“ nicht großartig drüber nach, dass sich dadurch einige Spieler und auch Fans diskriminiert fühlen werden. Hier müssen die Fans über die Wirkung ihres Verhaltens aufgeklärt werden, um letztendlich mit einer breiten (Fan-)Basis gegen schwulen- und lesbenfeindliche Tendenzen vorgehen zu können.

Auch unsere Südkurve ist in diesem Bezug schon negativ aufgefallen, z. B. durch absolut sinnlose homophobe Rufe gegen Tim Wiese nur aufgrund eines rosafarbenen Torwarttrikots.
Dieses Verhalten wurde leider nicht nur von Einzelnen beobachtet, sondern es haben sich viele Fans der Südkurve teils bewusst aber sicherlich die Mehrheit ohne großartig über ihr Verhalten nachzudenken beteiligt.

Das vorherrschende negative Klima wirkt unbestritten abschreckend gegenüber Homosexuellen und ist wohl auch der Grund, warum sich kaum schwule bzw. lesbische Fußballfans in den Fankurven aufhalten. Falls doch, werden sich diese wohl in der Masse verstecken und kaum mit einem „Coming out“ aufsehen erregen wollen mit der Gefahr Opfer von Diskriminierung zu werden.

Wenn es uns in Zukunft gelingt durch einen offenen Umgang mit dem Thema Homosexualität im Fußball die nötige Akzeptanz/Klima in der Südkurve zu schaffen, mit der Folge das sich bald auch in unserer Mitte homosexuelle Personen ohne Angst zu outen wagen, haben wir wieder einen Schritt mehr zu einer bunten, kreativen und lautstarken Fankultur geschafft!

Bitte nehmt euch die Zeilen zu Herzen, setzt euch mit dem Thema auseinander und überdenkt euer Handeln in gewissen Situationen.
Diese weltoffene Einstellung sollte ohnehin sowohl im Stadion als auch im privaten Umfeld selbstverständlich sein.

Die Südkurve München ist ein Ort an dem jeder Bayernfan, egal welcher Herkunft, Hautfarbe, Sprache, Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung, Alters willkommen ist um seine Fankultur entsprechend lautstark auszuleben.

Anbei findet ihr noch einige Links für weiterführende Informationen:

www.aktive-fans.de
www.f-in.org
www.eglsf.info
www.sektion-niedlich.de

http://www.front-magazin.de/blog/2008/06/30/philipp-lahms-front-interview

http://www.youtube.com/watch?v=g4AOVX-4qW4

http://www.youtube.com/watch?v=VLPUNagkcc4&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=KQue32l2XPM&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=LjJuTrG1rtc&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=qW6IWAyWp-M&feature=related