Archiv für August 2011

EUROPAPOKAL

So, die Auslosung ist gelaufen und jeder darf nach seinem Gusto entscheiden, ob er mit den Losen zufrieden ist. Aus dem vierten Topf bescherte uns Lothar Matthäus die SSC Napoli als Gegner. Ein in jeglicher Hinsicht spannendes Los. Wir wollen an dieser Stelle an das letzte Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften im Europacup erinnern.

Unsere Bayern mussten am 05. April 1989 im Halbfinale des UEFA-Cups zuerst auswärts vor 82.000 fanatischen Tifosi im San Paolo antreten. Die 2:0 Niederlage (Tore durch den Brasilianer Careca sowie Andrea Carnevale) konnte unsere Elf im Rückspiel leider nicht mehr umdrehen. Zwei Wochen später konnten Maradonna und Kollegen nach einem 2:2 Remis (Wohlfarth und Reuter egalisierten zweimal die Führungstreffer von Careca) im ausverkauften Olympiastadion den Einzug ins Finale feiern. Dort besiegten sie den VFB Stuttgart in zwei Spielen (2:1 und 3:3. Den Führungstreffer für die Stuttgarter im Hinspiel besorgte damals übrigens ein gewisser Maurizio Gaudino, den ja auch eine ganz besondere Geschichte mit unserem damaligen und heutigen Trainer verbindet).

Hier der Einlauf der Teams ins San Paolo. Es lohnt auch der Blick auf die Tribünen:

Zusammenfassung des Hinspiels:

Kurze Zusammenfassung des Rückspiels:

Und als Schmankerl: Maradonna beim Warmmachen im Olympiastadion (Musik passend zum Jahrzehnt)

Symbolik: Südkurve 72

Bereits früher tauchte die Zahl „72“ in Zusammenhang mit der Südkurve München auf. So war z.B. auf T-Shirts mit dem Aufdruck „Südkurve München“ auf der Brust die „72“ groß auf den Rücken gedruckt. Verschiedene Fangruppen und Fans verwenden die „72“ als Symbol für unsere Südkurve. Und das in letzter Zeit viel häufiger. Grund hierfür dürfte die immer stärker werdende Zusammenarbeit der Bayernfans in der Südkurve sein, die ja mittlerweile auch Früchte trägt. Wofür die Symbolik „72“ steht? Diese Frage ist natürlich schnell beantwortet und die Antwort dürfte den meisten eh geläufig sein. Im Jahr 1972 spielte unser FC Bayern das erste Mal im neu errichteten Olympiastadion. Seit dieser Zeit ist die Südkurve Heimat der Bayernfans. Diese Zeit wurde Anfangs von so bekannten Fanclubs wie „Südkurve `73“ und den „Red Angels“ geprägt. Lange Zeit war die Südkurve des Olympiastadions DER Fanblock des FC Bayern. Hier liegen auch die Wurzeln der Schickeria. Mit dem Umzug in die Fröttmaninger Arena war von Anfang an klar, dass die neue Heimat der Fans die Südkurve sein wird. Auch wenn natürlich viele Bayernfans aufgrund der Teilung der Kurve im Norden gelandet sind und sich nach und nach dort etwas aufbauen. Natürlich gab es auch schon vor 1972 Bayernfans, die damals noch die Spiele im Grünwalder verfolgten, trotzdem spielt dieses Datum für uns Bayernfans eine große Rolle. Es ist das Jahr unserer Südkurve.

Wenn wir heute die „72“ als Symbol verwenden, dann stecken dahinter zwei Aussagen. Einmal ist die „72“ ein Symbol für unsere Herkunft, unseren Ursprung: nämlich die Südkurve München. Wie wir als Kinder das erste Mal ins Stadion gekommen sind, war dies der Ort, an dem wir einmal sein wollten. Es war unser Ziel, Teil dieser Einheit zu werden. Wir waren fasziniert von dem Fanatismus der Fans in der Südkurve. Dieser Bann hat uns bis heute nicht losgelassen. So wie es wahrscheinlich den meisten Fanclubs und Fangruppen geht, haben auch wir als Schickeria uns hier gefunden. Die Schickeria ist wie viele andere auch hieraus entstanden. Wir sind Kinder dieser Kurve.

Nicht zuletzt ist die „72“ für uns ein Symbol der neu gefundenen Einheit unserer Kurve, unserer Zukunft. Diese Einheit hat uns auf einen Weg gebracht, an dessen Ende wir einmal wieder voller Stolz von UNSERER FANKURVE sprechen können, die dem großen Namen Südkurve gerecht wird. Denn das muss das Ziel von uns allen sein. Entsprechend verstehen wir die „72“ auch nicht als „unser“ Symbol, sondern als Zeichen aller Leute, die dieses Interesse mit uns teilen, die die Leidenschaft und den Fanatismus für die Südkurve München und den FC Bayern teilen.

Wir sind alle ein Teil des Ganzen! Lasst uns diesen Weg weiter zusammen gehen.

SÜDKURVE MÜNCHEN -72- Ursprung und Zukunft!

ursprünglich erschienen in GDS 7

Kaufen, Kaufen, Kaufen: Blickfang Ultra

Liebe Freunde der Sonne, heute preisen wir Euch in allerbester Kapitalistenmanier zwei hervorragende Druckerzeugnisse zum Kauf an. Beide stammen aus dem Hause Blickfang Ultra und sind bei uns in Wolfsburg (auf dem Parkplatz vorm Gästeblock) und gegen den HSV am Streetworkbus erhältlich.

Da wäre zum einen die Ende der letzten Saison erschienene Jubiläumsausgabe des Blickfang Ultra. Heft Nr. 20 enthält Spielberichte zu interessanten nationalen und internationalen Begegnungen, Hintergrundberichte aus den Kurven dieser Republik, ein crazy Interview mit den Ultras Düsseldorf, einen ausführlichen Beitrag zur amnesty international Kampagne gegen Polizeigewalt und vieles mehr.

Weitere Infos und Einblicke ins Heft findet Ihr hier

Um Euch den Kauf noch ein bisschen schmackhafter zu machen, hier eine kleine Leseprobe aus Ausgabe 20:

Auch wenn die Region ohnehin schon mehr mediale Aufmerksamkeit bekommt, als es den Menschen dort lieb sein wird, war – abgesehen von der Katastrophe in Japan – kein anderes Thema in den Medien so präsent wie die Revolutionen im Nahen Osten. Besonders intensiv war die Berichterstattung über Ägypten, dem stets eine Vorreiterrolle im Nahen Osten zugesprochen wird. Unter den Demonstranten auf dem Kairoer Tahrirplatz befanden sich auch viele Ultras der beiden größten Fußballvereine Ägyptens, al-Ahly und Zamalek. Leben die beiden Gruppen Ultras Ahlawy (Al-Ahly) und Ultras White Knights (Zamalek) den Antagonismus zwischen ihren beiden Vereinen gewöhnlich sehr intensiv aus, kämpften sie im Januar und Februar gemeinsam für Menschenrechte und Demokratie.

[…]
Die Rivalität zwischen den beiden Vereinen reicht zurück bis in die britische Kolonialzeit. Seither stehen sie sinnbildlich für die beiden gegensätzlichen Enden des sozialen und politischen Spektrums. Al-Ahly, dessen Name soviel wie „national“ bedeutet, wurde 1907 von Studentenvertretern gegründet. Der Klub diente ihnen neben dem Fußballsport als Treffpunkt um ihre Aktivitäten gegen die britischen Kolonialherren zu koordinieren, ergo war die Mitgliedschaft Ägyptern vorbehalten. Die antikoloniale Haltung wurde mit den roten Vereinsfarben zum Ausdruck gebracht, die sich an der ägyptischen Flagge aus präkolonialer Zeit orientierten. Al-Ahly galt somit als Vertreter der Interessen der einfachen Ägypter und der Nationalbewegung.

Vier Jahre später wurde Lokalrivale Zamalek unter dem Namen Qasr al-Nil (Nilpalast) von nicht-englischen Ausländern gegründet. Zwei Jahre darauf, wurde der Vereinsname in al-Mohtalet („das Gemisch“) geändert, was wohl mit den verschiedenen Nationalitäten seiner Mitglieder zusammenhing. Obwohl keine bestimmten Anforderungen für eine Mitgliedschaft gestellt wurden, haftete dem Verein schnell das Image des Klubs der Ausländer und Reichen an, das er bis heute nicht abschütteln konnte. Zamalek spielte in weißen Trikots, wobei sich ein Vergleich mit den Königlichen von Real Madrid durchaus anbietet. 18 Jahre nach der Unabhängigkeit von Großbritannien wurde der Verein nämlich zu Ehren des in weiten Bevölkerungsteilen verhassten Königs in Farouk, der Erste umbenannt. Seinen heutigen Namen erhielt der Klub, in Anlehnung an das Kairoer Viertel in dem beheimatet ist, nach dem Coup der freien Offiziere um Gamal Abdel Nasser 1952.
Weder Unabhängigkeit noch die Machtergreifung der freien Offiziere konnte etwas am Verhältnis zwischen Ahly und Zamalek ändern. Ahly repräsentierte weiterhin den einfachen Ägypter von der Straße, während Zamalek für die konservativen Royalisten und die bourgeoise Mittelklasse stand.

Inwiefern dieser Gegensatz heute noch wirklich zutrifft, ist zumindest leicht fraglich. Für den durchschnittlichen Ägypter ist in keinem der beiden Klubs eine Mitgliedschaft finanzierbar und angesichts der Tatsache, dass al-Ahly von sich selbst behauptet über 50 Millionen Fans im ganzen Land zu haben, würde es sehr verwundern, wenn diese nicht einen absoluten Querschnitt der Bevölkerung darstellen würde. Bei Zamalek behauptet man sogar die Verhältnisse hätten sich ins Gegenteil verkehrt und eigentlich sei al-Ahly heute der Verein des Establishments. Zamaleks Vorstandsmitglied Ibrahim Hassan meinte dazu voriges Jahr: „Zamalek ist die größte Partei des Landes. Wir sehen die Ungerechtigkeiten des Fußballverbandes und der Regierung gegen alles was früher einmal zum König gehörte. Der Verband und die Regierung sehen Zamalek als Feind. Zamalek repräsentiert die Leute, die ihren Unmut gegenüber dem System ausdrücken. Wir sehen al-Ahly als Repräsentanten der Korruption im ägyptischen Fußball.“ Gewisse Verbindungen zwischen al-Ahly und der Regierung bestehen schon lange. Um die Bedeutung des Fußballs für die Volksseele wissend, beorderte Präsident Nasser bereits in den 50er Jahren einen seiner Generäle ab, um Ahly eine professionellere Führung zu verpassen. Des weiteren hält sich bis heute hartnäckig das Gerücht, dass an Wochenenden vor der Bekanntgabe einer Erhöhung der Lebensmittel- oder Benzinpreise, die Regierung dafür Sorge trägt, dass al-Ahly den Platz als Sieger verlässt.
Die Rollenverteilung der beiden Klubs entlang des gängigen Klischees ist deshalb wohl wirklich nur noch bedingt zutreffend. Die Ultras White Knights betonen ebenfalls, dass der Unterschied zwischen dem Anhang beider Teams eher marginal sei, selbst wenn die Zamalek-Fans im Schnitt wohlhabender seien, wären im Endeffekt doch alle Ägypter, die sich mit den gleichen Problemen und dem gleichen politischen Regime konfrontiert sähen.

Auch wenn die trennenden Gräben zwischen den Fans beider Vereine in sozialer Hinsicht nicht mehr so tief verlaufen wie in der Vergangenheit, spaltet das Kairoer Derby weiterhin nicht nur die Stadt, sondern die ganze Nation in Rote und Weiße. Die Derbies werden stets in einem neutralen Stadion ausgetragen und da bei der Partie al-Ahly-Zamalek wohl kein Ägypter als gänzlich unbefangen gelten kann, verpflichtet man normalerweise europäische Schiedsrichter. Erst kürzlich wurde dem Österreicher Robert Schörgenhöfer die Ehre zu Teil. Da beide Teams die ägyptische Liga dominieren – al-Ahly konnte bisher 35, Zamalek elf Meistertitel erringen – haben die Derbies oft auch einen vorentscheidenden Charakter bezüglich der Meisterschaft.

Zwei kuriose Anekdoten, welche die Bedeutung des Derbies unterstreichen, kann der ehemalige Zamalek Stürmer Ayman Younis berichten. 1990 hatte jemand Younis neuen BMW aufs Dach gedreht, der Kreis der Verursacher konnte relativ schnell eingegrenzt werden. Sie hatten nämlich ihre Unterschrift auf dem Fahrzeug auf dem Fahrzeug hinterlassen: Ahly-Fans! Younis sollte nicht von weiteren Anfeindungen verschont bleiben. Nach seinen Aussagen wurde sein Haus einmal von 5000(!) Ahly-Fans belagert. Sie warfen Gegenstände und sangen Lieder gegen Younis und seine Familie[…]

von Philipp Natzke und Georg Maier

Wenn Euch der Ausschnitt Lust auf mehr gemacht hat, dann holt Euch eure Ausgabe bei uns für nur 3 Euro!

Das zweite Stück, dass wir Euch ans Herz legen wollen, ist der Saisonrückblick 2010/11. 46 Gruppen ziehen auf 276 Seiten ihr Fazit zur vergangenen Spielzeit.

Hier die ersten paar Absätze aus unserem Rückblick:

Die Saison 2010/2011

Die Saison 2010/2011 war für unsere Gruppe (wiedermal) ein Auf und Ab der Gefühle mit Höhen und Tiefen. Es liegt in der Natur der Sache, dass bei einer Vielzahl von erinnerungswürdigen Ereignissen bei Spielen oder anderen Begebenheiten jeder subjektiv anders gewichtet und manche Dinge mehr und andere weniger berichtenswert erachtet. Da ist es klar, dass eine Auswahl getroffen werden muss und die haben wir so gewählt, wie wir unsere Gruppe oder besser die Ereignisse der vergangenen Saison rund um unsere Gruppe sehen. Wir wollen mit unserer Auswahl den Fokus auf das Lenken, was unserer Meinung nach wichtig und damit erwähnenswert ist.

FÜNF JAHRE KURT LANDAUER TURNIER
Im Sommer 2010 fand zum nunmehr fünften Mal das antirassistische Einladungsturnier der Schickeria München um den Kurt Landauer-Pokal statt. Nicht ohne Stolz blicken wir auf die vergangenen Turniere zurück. Als wir im Laufe der Saison 2005/2006 erstmals die Idee zu unserem Kurt hatten, hätten wir nie gedacht, dass wir etwas Derartiges auf die Beine stellen können, zu dem sich unser Turnier inzwischen entwickelt hat. Das Kurt Landauer-Turnier ist jedes Jahr ein fester Termin in unserem Kalender und dem unserer Freunde und Weggefährten. Es ist nicht nur inhaltliche Auseinandersetzung mit fanpolitischen Themen, sondern auch Begegnung und unvergessliche Stunden im Kreis von Freunden. Als wir 2006 unser Turnier nach dem großen ehemaligen Präsidenten unseres Vereins benannten, war der Name Kurt Landauer nur wenigen ein Begriff. Die Vereinsführung hatte ihre Probleme im Umgang mit der Vergangenheit des eigenen Vereins, für viele begann die Geschichte des FC Bayern mit Beckenbauer, Müller und Hoeneß. Dabei ist die Geschichte unseres Vereins etwas, auf das man zu Recht stolz sein kann und aus der wir Anknüpfungspunkte für unsere Identität als Fans des FC Bayern ziehen. Der Umgang mit der Geschichte unseres Vereins hat sich in den letzten Jahren zum Positiven verändert, der Name Kurt Landauer wird zunehmend ein Begriff und bekommt langsam den Stellenwert, der ihm zusteht. Das können wir uns in großen Teilen auf unsere Fahne schreiben und hängt durchaus mit dem Kurt Landauer-Turnier zusammen.

2010 legten sich leichte Wolken über ein wiedermal schönes Turnier. Zu dieser Zeit gab es innerhalb der Gruppe große Spannungen, die letztendlich darin gipfelten, dass ein Teil der Gruppe sich abspaltete, bzw. das Inferno Bavaria seit Beginn der Saison eigenständig agiert. Ein Resultat dieser Spannungen war, dass wir beim Turnier mit einigen organisatorischen Schwierigkeiten zu kämpfen hatten, da sich einige Mitglieder aus dem engsten Kreis nicht mehr beteiligten. Außerdem wurden diese Konflikte leider auch auf dem Kurt Landauer-Turnier ausgetragen, worunter die Atmosphäre litt. Letztendlich spiegelte das aber nur den damaligen Zustand der Gruppe wider.

AUSGESPERRT UM ZURÜCKZUKOMMEN
Nach einem Vorfall im Jahr 2009 auf dem Würzburger Hauptbahnhof auf unserem Weg zum Auswärtsspiel in Mainz erhielten Anfang 2010 über 80 Mitglieder unserer Gruppe und andere Bayernfans Stadionverbote. Zu Beginn der Saison 2010/2011 waren immer noch etwa 60 Betroffene ausgesperrt. Auch wenn sich im Umgang mit solch großen Wellen an Stadionverboten mittlerweile erschreckenderweise eine Art Routine eingespielt hat, leidet die Gruppe und die Kurve darunter natürlich jedes Mal erheblich. Was ein Stadionverbot für den einzelnen Betroffenen persönlich bedeutet, brauchen wir wohl keiner Szene erklären. Mitte der Hinrunde kam Bewegung in die Sache, da die Ermittlungsbehörden nach über einem Jahr immer noch keine Ergebnisse liefern konnten. Kurz vor dem Auswärtsspiel in Gladbach erreichten Schreiben vom DFB die Betroffenen, in denen die Stadionverbote bis zum Ende der Ermittlungen ausgesetzt wurden. Damit konnten in Gladbach etliche Ausgesperrte nach einem Dreivierteljahr vor den Toren wieder dahin zurück, wo sie hingehören. Eine Woche später beim Derby gegen Nürnberg wurden sie mit einer Aktion mit Doppelhaltern in der Kurve begrüßt: „AUSGESPERRT“ „UM ZURÜCK ZU KOMMEN“.

Voraussichtlich in dieser Sommerpause, also fast zwei Jahre nach dem Vorfall, werden übrigens einige Verfahren zu besagtem Vorfall laufen. Bisher haben 90 % der Betroffenen Einstellungen wegen fehlender Anhaltspunkte für eine Tatbeteiligung erhalten. Trotzdem waren sie ein Dreivierteljahr mit einem Stadionverbot belegt…

Nicht nur unser Rückblick sondern auch die Beiträge weiterer Ultragruppen (u.a. Ultras Nürnberg, Commando Cannstatt, Horda Azzuro Jena und Ultras Dynamo) sind äußerst lesenswert. Holt Euch das Heft bei uns für nur 5 Euro.

Nächste Woche bleibts hier dann sicher wieder werbefrei ;-)

Filmtipp: Tom meets Zizou

Nachdem sich einige unserer Mitglieder schon selbst ein Bild machen konnten, wollen wir Euch heute mal einen kleinen Kinotipp aussprechen. Tom meets Zizou erzählt die Geschichte eines talentierten Fußballers im deutschen Profigeschäft. Acht Jahre lang begleitete Filmemacher Aljoscha Pause den Mittelfeldspieler Thomas Broich auf seinem Weg von Burghausen nach Gladbach, Köln und Nürnberg und schließlich auch in die A-League nach Australien. Er zeichnet dabei das Bild eines Sportlers, der einerseits keine Lust auf den großen Fußballzirkus zu haben schien, sich aber andererseits auch gerne in den Medien als der „andere“ Fußballer inszenierte (und vielleicht muss man auch fragen, ob er das mit diesem Film nicht sogar weiterhin tut). Gleichzeitig erfahren wir dabei einiges, was hinter den Kulissen der großen Bühne Bundeliga abläuft. Wie persönliche Differenzen ganze Karrieren gefährden können, wie Spieler aufgrund gewisser Charakterzüge von den Medien gehypt werden, nur um kurze Zeit später ob dergleichen wieder ins Kreuzfeuer der öffentlichen Kritik zu geraten…

Keiner von uns ist ein großer Feuilletonist, weshalb wir Euch für weitere Infos zum Film einfach auf folgende Links verweisen möchten:
Offizielle Filmhomepage
Rezension von Critic.de
Rezension reeses sportkultur

Ab 11.08. läuft der Film in München im Monopol. Für andere Städte siehe hier.

Um Euch schon mal einen kleinen Vorgeschmack zu bieten, hier die Trailer: